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Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin

Ausbildungsprofil

Auf Nummer Sicher

 

Wenn sie nicht richtig hinsehen, dann sind die Folgen fatal, dann kann es krachen oder explodieren, dann lecken Leitungen oder halten Schrauben nicht mehr. Sie sind die obersten Qualitätssicherer, sie sorgen für die Sicherheit: die Werkstoffprüfer und -prüferinnen.

 

Ist beispielsweise das neu entworfene Karosserie-Stück hitze- und kältebeständig genug? Und wie verhält sich eine Stoßstange, wenn die Materialzusammensetzung geändert wird? Das sind Fragen, denen Werkstoffprüfer nachgehen können. Mit kritischem Blick untersuchen Werkstoffprüfer alle Arten von Materialien, egal ob Metallverbindungen oder Kunststoffe. Sie kommen bei der Prüfung von neuen Teilen ebenso zum Einsatz wie bei der Untersuchung bereits vorhandener Produkte. Für ihre Ausbildung sollten sie dazu Interesse an Technik ebenso mitbringen wie handwerkliches Geschick und eine Neigung zu Chemie und Physik.

 

Ob Auto- oder Flugzeugteile, Gaspipelines, Kraftwerke, Chemieanlagen, Tunnel, Brücken oder Kessel - alles muss regelmäßig vor dem kritischen Blick der Werkstoffprüfer bestehen. Dazu nutzen die Werkstoffprüfer Röntgenstrahlen, Ultraschall, Magnetpulver oder auch Wirbelstrom. Neben diesen Anwendungen für die so genannte „zerstörungsfreie Prüfung“ dürfen Werkstoffprüfer auch durchaus schon mal etwas kaputt machen. Dazu setzen sie die zu prüfenden Teile Belastungen aus, die ziehen und zerren, zerschneiden und brechen. Das Verhalten des Materials wird dabei minutiös erfasst und analysiert. An Hand der Ergebnisse werden dann Verbesserungen und Änderungen der Materialien eingeleitet, um diese stetig zu verbessern.

 

In Konstruktions- und Produktionsbetrieben sind die Werkstoffprüfer ebenso gefragte Fachkräfte wie auf großen Baustellen. Sie arbeiten im Labor oder sind im Außendienst und auf Montage unterwegs. Ein wenig Angst vor dem kritischen Blick der Werkstoffprüfer ist durchaus angebracht - denn wenn sie einen Fehler finden, dann dürfen sie auch schon mal eine gesamte Produktion stoppen. So lange, bis das fehlerhafte Teil ausgetauscht ist, denn Aufgabe der Werkstoffprüfer ist es, immer auf Nummer Sicher zu gehen.

 

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschule:

Berufskolleg Kartäuserwall
Kartäuserwall 30
50678 Köln
Tel: 0221 22191930
Fax: 0221 22191940
E-Mail: buero@bk-kartaeuserwall.de
Internet: http://www.bk-kartaeuserwall.de

Foto: Ehrenberg-Bilder/Fotolia.com

 

Dok-Nr: 000251

Kontakt

Aus- und Weiterbildung
Tel. 0221 1640-6600
Fax 6490
ausbildung@koeln.ihk.de