Vorsicht bei Anfragen zur Domain-Registrierung in China!

Das Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft in Shanghai bietet Unterstützung bei diesem Thema.

Vor einer Betrugsmasche im Zusammenhang mit der Registrierung von Domain-Namen in China warnt das Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft (German Industry & Commerce, GIC) in Shanghai. Eine Vielzahl deutscher Unternehmen werde unaufgefordert von chinesischen Registrierungsfirmen angeschrieben, berichtet GIC. 
In diesen E-Mails werde darauf hingewiesen, dass entweder der Domain-Name oder ein für das deutsche Unternehmen interessantes Schlüsselwort durch eine chinesische Firma beantragt worden sei.

Keine unerhebliche Information, wenn man bedenkt, dass China 1,3 Milliarden Einwohner hat und damit zu rechnen ist, dass das Länderkürzel ".cn" mittelfristig zu einer der meistverbreiteten Domain-Endungen der Welt werden wird.

Allerdings handelt es sich nach Angaben des Delegiertenbüros bei diesen Schreiben meist um "Akquiseversuche". Die versuchte Fremdregistrierung sei oft nur vorgetäuscht; zudem hätten die Versender der Mails häufig gar keine Befugnis, chinesische Domain-Namen zu registrieren. Die Zahl der von der nationalen Registrierungsbehörde CNNIC entsprechend autorisierten Anbieter sei begrenzt.

Treten Domain-Streitigkeiten auf, gibt es laut GIC neben der gerichtlichen Klage die Optionen, sich (für .cn-Registrierungen) an das chinesische Schlichtungsorgan CIETAC in Peking oder (für .com-, .org- oder ähnliche Registrierungen) an das Asian Domain Name Dispute Resolution Centre (ADNDRC) in Peking oder Hongkong zu wenden. Der Beschwerdeführer muss jedoch nachweisen, dass er im Gegensatz zum gegenwärtigen Domain-Inhaber ein rechtliches Interesse an der Eintragung und Nutzung des umstrittenen Namens hat.

Weil dies in der Praxis für deutsche Unternehmen in China zeitaufwändig und teuer werden kann, empfiehlt CIG, den Domain-Namen in solchen Fällen lieber zu kaufen. Mit Hilfe des Delegiertenbüros in Shanghai ist dies deutlich günstiger als im Direktkontakt mit betrügerischen Firmen.

Zuerst wird untersucht, ob ein Versuch zur Registrierung des fraglichen Domain-Namens tatsächlich stattgefunden hat, und - falls ja - wer dahinter steht. Danach können Verhandlungen mit der chinesischen Registrierungsfirma eingeleitet werden.

Bei weiteren Fragen zum Thema Domain-Registrierung in China steht das Team von German Industry & Commerce zur Verfügung.

Gudrun Grosse International und Unternehmensförderung 0221 1640-1561 0221 1640-1559 gudrun.grosse@koeln.ihk.de

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