Viel Aufwand mit A1-Bescheinigung

Seit Anfang des Jahres müssen Unternehmen die so genannten A1-Bescheinigungen für Mitarbeiter, die sie ins EU-Ausland und einige weitere Länder entsenden, in elektronischer Form beantragen. Die Bescheinigungen dienen dazu, den Sozialversicherungsschutz in Deutschland des entsandten Mitarbeiters zu belegen. Die A1-Formulare gelten in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen) und der Schweiz. Mit ihrer Hilfe wird vermieden, dass entsandte Mitarbeiter in ihren Gastländern sozialversicherungspflichtig werden. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, jede grenzüberschreitende Tätigkeit innerhalb der EU / EWR anzuzeigen. Nach den derzeit geltenden Bestimmungen handelt es sich auch bei nur stundenweisem Aufenthalt im EU-Ausland um eine Entsendung. Zunehmend beklagen Unternehmen jedoch, dass der Aufwand für die Anträge, die sie bei den Kranken- bzw. Rentenversicherungsträgern abgeben müssen, enorm hoch sei. Die IHK Köln setzt sich über den DIHK dafür ein, hier eine bessere Lösung zu schaffen. Zugleich warnt sie davor, etwa bei kurzfristigen Entsendungen auf die Anträge zu verzichten. Eine fehlende A1-Bescheinigung wird in vielen europäischen Ländern mit Bußgeldern und Sanktionen geahndet.

Ellen Lindner Recht und Steuern 0221 1640-3030 0221 1640-3690 ellen.lindner@koeln.ihk.de

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