Überbrückungshilfe für Corona-geschädigte Unternehmen

Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket als Anschlussprogramm zur Soforthilfe

(Stand 6. August) Die Überbrückungshilfe schließt sich zeitlich an die bereits im Frühjahr von Bund und Land gewährte Corona-Soforthilfe an. Wichtig: Anders als die Soforthilfe kann die Überbrückungshilfe nur über einen akkreditierten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Buchprüfer beantragt werden. 

Achtung: Es gibt keine "EU-Coronahilfe"

Zurzeit sind E-Mails mit dem Absender deutschland@eu-coronahilfe.de unterwegs, die einen Antrag als pdf zum Download anbieten. Diesen Anhang bitte nicht öffnen! Der Antrag erfolgt online und ausschließlich über Ihren Steuerberater!

Seit dem 8. Juli können sich die Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Buchprüfer beim BMWI registrieren. Seit dem 10. Juli können Unternehmen und Solo-Selbstständige über ihren Partner Anträge zu den Überbrückungshilfen stellen. Die Registrierung wird zentral vom Bundeswirtschaftsministerium abgewickelt. Beachten Sie bitte auch die Info-Seite des NRW-Wirtschaftsministeriums.  In einem Youtube-Video beleuchtet außerdem der Steuerberaterverband Düsseldorf verschiedene Aspekte rund um die Überbrückungshilfe.

Wenn Sie vor der Beauftragung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers erfahren wollen, ob Sie überhaupt Zuschüsse in Anspruch nehmen dürfen, können Sie das mithilfe des IHK-Überbrückungshilfe-Rechners tun. Zu beachten ist hierbei, dass es sich um keine verbindliche Berechnung, sondern um einen groben Richtwert handelt. Der Rechner kann nur einen ersten Überblick über die Antragsberechtigung und die Berechnung geben.

Über neue Entwicklungen informieren wir Sie weiterhin auf dieser Seite sowie in unserem Newsletter. Folgende Erläuterungen zur Überbrückungshilfe dienen als Vorabinformation und werden ggf. noch aktualisiert.

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“, beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm, das ursprünglich mit einer Laufzeit von drei Monaten geplant worden war (Juni bis August 2020). Ende Juli ist der Beantragungszeitraum um einen Monat auf September 2020 ausgedehnt worden.

Wer kann die Überbrückungshilfe beantragen?

Antragsberechtigt für die Überbrückungshilfe sind Unternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb. Die Überbrückungshilfe gilt branchenübergreifend.

Zur Antragsberechtigung muss der Umsatz der Antragsteller in den Monaten April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresvergleichsmonaten zurückgegangen sein. Bei Unternehmensgründung zwischen April 2019 Oktober 2019 sind als Vergleich die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen. Bei Unternehmensgründungen nach Oktober 2019 besteht keine Antragsberechtigung.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Überbrückungshilfe wird in Stufen in Abhängigkeit von der Höhe der Umsatzeinbrüche des Unternehmens gewährt.

  • Die maximale Erstattungshöhe beträgt 50.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate.
  • Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt die Förderhöhe 3.000 Euro pro Monat.
  • Bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat für insgesamt maximal drei Monate.

Können die Lebenshaltungskosten gefördert werden?

Zusätzlich zu den Förderbeträgen des Bundes wird das Land einen Förderbetrag zu den Lebenshaltungskosten für Solo-Selbständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften in Höhe von 1.000 Euro pro Monat für drei Monate bereitstellen.

Wie wird die Antragstellung erfolgen?

Das Verfahren sieht u. a. eine standardisierte elektronische Antragstellung, ein bundeseinheitliches Portal mit Fragen und Antworten und eine bundeseinheitliche Programmierung der Fachverfahren für die Länder vor.

Eine wichtige Neuerung gegenüber der Soforthilfe ist, dass der Antrag auf Überbrückungshilfe ausschließlich durch einen vom Leistungsempfänger ausgewählten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer elektronisch gestellt werden kann.

Sie haben noch keinen Steuerberater?

Eine Empfehlung für einen Dienstleister kann die IHK Köln aus Neutralitätsgründen nicht aussprechen.

Diese allgemeinen Suchangebote gibt es:

Bundesweiter Steuerberatersuchdienst

Amtliches Steuerberaterverzeichnis des Verbands der Steuerberater

Register der Wirtschaftsprüfer bzw. der vereidigten Buchhalter der Wirtschaftsprüferkammer


Hotline Liquiditätshilfen International und Unternehmensförderung 0221 1640-4444 0221 1640-1579

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