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Sportfachmann/-frau

Ausbildungsprofil

Mit vollem Kopf- und Körpereinsatz

Was für ein Geschrei. Jeden Dienstag, nachmittags um vier, trainiert Holger die Bambini-Mannschaft im Hockey. Manchmal auf dem Platz und manchmal in der Halle. Da er selbst gerne Hockey spielt, hat er sein Hobby kurzerhand zum Beruf gemacht. Er ist Sportfachmann, und die Begeisterung für „seinen“ Sport ist ihm – genauso wie seinen Schützlingen – deutlich anzumerken. Dass er so gut mit Kindern umgehen kann, verdankt er seiner Tätigkeit als Kinder- und Jugendtrainer in seinem Sportverein, wo er schon seit vielen Jahren aktiv ist. Nach einem Praktikum im Fitness-Studio ist er zu der Arbeit mit den ganz Kleinen zurückgekehrt und hat seine Ausbildung mit großem Spaß absolviert.

Doch Sportfachleute können noch viel mehr als Kinder oder Erwachsene trainieren. Zum Beispiel große Sportveranstaltungen organisieren oder neue Trainingskonzepte entwickeln, aber auch genau kalkulieren, ob sich eine Veranstaltung am Ende wirklich rechnet. Sie verhandeln mit Dienstleistern, etwa wenn ein Sportgerät im Fitness-Studio angeschafft werden muss und übernehmen Aufgaben in der Buchhaltung oder Verwaltung. Meistens sind Sportfachleute aber im direkten Kundenkontakt, geben selbst Sportkurse und beraten Menschen, die mit einem gezielten Training gerne etwas für ihre Gesundheit tun möchten.

Die Möglichkeiten sind vielfältig und der Beruf bietet gute Zukunftschancen, denn immer mehr Menschen interessieren sich für einen gesunden Lebensstil, wollen Sport machen, gehen in Vereine, in Fitness-Studios, lernen Nordic Walking oder Inline-Skating. Nicht wenige wollen irgendwann einmal einen Marathon laufen, oder wenigstens einen halben. Sportfachleute haben einen hohen Bezug zur Praxis und stehen immer im Kontakt mit Kunden, also Mitgliedern im Verein oder im Studio, Teilnehmern bei Veranstaltungen oder auch mit anderen Fachleuten. So können Sportfachleute auch gut einschätzen, was im Sport gefragt ist, welche Trends es gibt und wo man vielleicht neue Angebote schaffen könnte, die durchführbar und auch bezahlbar sind.

Im Unterschied zu den „Sport- und Fitnesskaufleuten“ wählen Sportfachleute im dritten und letzten Lehrjahr eine ganz bestimmte Sportart oder einen bestimmten Bereich im großen Markt des Sports als Schwerpunkt. Wenn man also selbst gerne schwimmt und dies vielleicht sogar schon mehrere Jahre in einem Verein tut, dann bietet es sich an, diesen Beruf zu erlernen und als Schwerpunkt Schwimmen zu wählen. Doch man kann sich auch darauf spezialisieren, Sportveranstaltungen oder Wettkämpfe professionell durchzuführen.

Dieser Beruf ist für alle geeignet, die schon immer darüber nachgedacht haben, ob sich ihr Lieblingssport vielleicht zum Beruf machen lässt, ohne dass man dafür studieren müsste. Ja, es ist möglich, vorausgesetzt, man verfügt auch über ein wenig Kreativität und hat viel Spaß am Umgang mit Menschen – mit großen genauso wie mit kleinen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:

Berufskolleg
Lindenstraße der Stadt Köln
Lindenstr. 78
50674 Köln
Tel: 0221 9216890
Fax: 0221 92168930
E-Mail: krey@bkal.de
Internet: http://www.bkal.de

Foto: infinity/Fotolia.com

Dok-Nr: 000301

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