Wirtschaftsförderungs-GmbH birgt viele Chancen

Wachsende Stadt braucht dringend Neuansiedlungen von Unternehmen

Köln, 14.12.2017.  Die IHK Köln begrüßt die Vorlage der Oberbürgermeisterin Reker zur Gründung einer Wirtschaftsförderungs-GmbH. „Durch diese Neuorganisation gewinnt die Stadt wesentliche Vorteile bei der Förderung der Ansiedlung von Unternehmen, in der Betreuung der ansässigen Unternehmen und bei der Werbung für den Standort“, sagt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. Mit professionellen Wirtschaftsförderern, die Berufserfahrung aus der Privatwirtschaft mitbringen, könne die Ansprache von Unternehmen „auf Augenhöhe“ erfolgen und kundenorientierter agieren. Gleichzeitig müsse eine neue Wirtschaftsförderungs-GmbH eng an die Oberbürgermeisterin angebunden werden. Nur so könne die Zusammenarbeit mit den Ämtern zentral gesteuert werden. „Die IHK Köln hatte ja schon vor etlichen Jahren eine ‚One-Stop-Agency‘ gefordert, die ja bereits seit längerem als ‚Unternehmensservice‘ im Amt für Wirtschaftsförderung umgesetzt ist“, so Reichardt weiter. Diese wichtige Einrichtung müsse im Zusammenspiel mit der neuen Wirtschaftsförderung weiter gestärkt werden - auch hier stehe Kundenorientierung an erster Stelle. Noch immer müssen Unternehmen bei Ansiedlungsfragen und Erweiterungsgesuchen sich mit mehreren Dienststellen der Stadt auseinandersetzen.

„Genauso wichtig wie eine neue Struktur ist auch die Ausstattung der Wirtschaftsförderung mit Fachpersonal und Budget - bei diesem wichtigen Thema darf nicht geknausert werden“, sagt Reichardt, „dazu hängt zu viel von der erfolgreichen Neuansiedlung von Unternehmen ab: Eine wachsende Stadt braucht nicht nur mehr Wohnraum und Infrastruktur, sondern in hohem Maße auch Arbeitsplätze!“  Die IHK Köln empfiehlt zudem, dass die Wirtschaftsförderungs-GmbH die Erstverfügung über freie Gewerbe- und Industrieflächen, die sich im Eigentum der Stadt befinden, erhält. Dies ist beispielsweise in Hamburg so gelöst. Nur mit einem entsprechendem Flächenangebot kann die GmbH sinnvolle Ansiedlungspolitik leisten. Zudem dürfen ab sofort keine Gewerbe- und Industrieflächen mehr zweckentfremdet werden, sofern sie nach dem Urteil von Fachleuten für eine Unternehmensansiedlung interessant sein könnten. Nicht zuletzt muss die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung mit Kompetenzen ausgestattet werden, die ein wirtschaftliches Agieren  möglich machen. Die Beteiligung der Wirtschaftsförderung an den Entscheidungen des Verwaltungsvorstands ist unabdingbar.

Die IHK Köln geht davon aus, dass die Suche nach entsprechenden Personal für die Wirtschaftsförderung GmbH in professionelle Hände gelegt wird.

Eine Beteiligung der Privatwirtschaft an der Gesellschaft ist aus Sicht der IHK Köln nicht zwingend notwendig - die Einbindung der verschiedenen Wirtschaftsorganisationen in Form eines Beirats nach dem Vorbild der KölnTourismus GmbH wird aber empfohlen. „Ein solcher Beirat kann sicherstellen, dass die Aktivitäten von allen, die an der wirtschaftlichen Entwicklung Kölns beteiligt sind, koordiniert werden und daraus eine größere Schlagkraft entsteht“, sagt Ulf Reichardt.

Dr. Susanne Hartmann Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1600 0221 1640-1690 susanne.hartmann@koeln.ihk.de

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