Vielfalt als Chance nutzen

12. Unternehmertag des Wirtschaftsgremiums Pulheim zum Thema
Diversity Management

Bergheim, 20. November 2014.

„Der Bedarf der Unternehmen an gut ausgebildeten Fachkräften wird weiter wachsen. Der Anteil der jungen Menschen geht zurück. Wir müssen in der Lage sein, alle Potenziale auszuschöpfen, um unseren Standort fit für die Zukunft zu machen“, erläuterte Thorsten Zimmermann, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter der Geschäftsstelle Rhein-Erft der IHK Köln. Wie Unternehmen die Vielfalt und Potenziale ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt nutzen und fördern können und welche Managementinstrumente dabei helfen, Einstellungen und Strukturen zu ändern, waren zentrale Fragen des 12. Unternehmertags des Wirtschaftsgremiums Pulheim „Mut zur Vielfalt - Diversity Management als Chance zur Fachkräftesicherung“ im Kultur- und Medienzentrum Pulheim.

Diversity-Expertin und Mitglied des Arbeitskreises Gender & Diversity der IHK Köln, Dr. Petra Köppel, machte deutlich, dass Unternehmenskultur und Diversity Management dazu dienen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Die Betriebe müssten mit dem Thema Vielfalt konstruktiv und zielgerichtet umgehen. „Vielfalt ist näher als man denkt - denn bei Diversity Management geht es nicht um exotische Minderheiten, sondern um Jeden. Arbeitgeber, die es schaffen, die Bedürfnisse und die Stärken des einzelnen Mitarbeiters zu erkennen, verfügen damit über ein enormes Potenzial, das sie in Zeiten des heftigen und globalen Wettbewerbs einsetzen können. Das heißt: Wir brauchen sowohl Männer als auch Frauen, wir brauchen Ältere und Jüngere, wir brauchen Menschen verschiedener kultureller und sozialer Hintergründe und wir brauchen Menschen verschiedener psychischer sowie physischer Möglichkeiten“, verdeutlichte Dr. Köppel. Walter Grosser, Inhaber der Firma Grosser Dienstleistung aus Frechen, unterstrich, dass der Mensch an erster Stelle stehe und Grundlage des Geschäfts sei. „Unsere Belegschaft ist genauso bunt und verschieden, wie die Gesellschaft für die wir arbeiten“, stellte er fest. Barbara Pommer, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Geschäftsführerin der Pommer GmbH aus Kerpen stellte dar, dass die Familienunternehmer schon vor langer Zeit erkannt hätten, dass Vielfalt im Unternehmen unabdingbar sei. „Gutes setzt sich durch. Wer die besten Arbeitnehmer sucht, findet sie nur, wenn er für alle offen ist! Kontraproduktiv sind dabei staatliche Eingriffe und gesetzliche Bevormundungen“ fasste sie ihre Überzeugung zusammen. „Schwerpunkte der Arbeit der IHK Köln sind eine verbesserte Vereinbarung von Familie und Beruf für Frauen und Männer sowie der Erhöhung der Frauenbeschäftigungsquote und einem deutlich erhöhten Anteil von Frauen in Führungspositionen“, erläuterte Zimmermann. Gleichermaßen zählten die Unabhängigkeit von Geschlechterrollen bei der Berufswahl sowie eine bessere Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt hinzu.

Der 12. Unternehmertag des Wirtschaftsgremiums Pulheim brachte auch einen Abschied: Nach zwölf Jahren an der Spitze dieses ehrenamtlichen Gremiums der IHK Köln steht Dieter Wesselow zur turnusgemäßen Neuwahl im nächsten Jahr nicht erneut als Vorsitzender zur Verfügung. Wesselow setzte sich seit
Gründung des Wirtschaftsgremiums gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern für den Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Pulheim ein. Dazu zählt auch das Format der Unternehmertage, die jährlich Themen aufgreifen, die die Unternehmerinnen und Unternehmer in Pulheim direkt betreffen. „Das Ehrenamt ist das Fundament unserer IHK. Die Unternehmerinnen und Unternehmer bringen ihre Kompetenzen und Erfahrungen ein und engagieren sich mit Leidenschaft für ihren Standort. Dies ist neben der täglichen Herausforderung, die Betriebe erfolgreich zu führen, alles andere als selbstverständlich“, dankte Zimmermann.

 

 

Ansprechpartner

Thorsten Zimmermann
Geschäftsstelle Rhein-Erft
Tel. 02271 8376-180
Fax -199
thorsten.zimmermann@koeln.ihk.de

Dok-Nr: 090881