IHK Köln zu den Auswirkungen des „Diesel-Gipfels“ auf die Region

Köln, 03.08.2017. Bundesregierung und Automobilhersteller haben sich auf dem sogenannten „Diesel-Gipfel“ auf gemeinsame Regelungen geeinigt. Mit diesen können Arbeitsplätze in der Region Köln gesichert und die Automobilindustrie wettbewerbsfähig gehalten werden. Die Einhaltung der gesetzlichen Abgas-Grenzwerte ist jedoch mit der aktuellen Fahrzeugflotte weiterhin herausfordernd. Für die gewerbliche Wirtschaft gibt es derzeit nicht ausreichend Alternativen, um auf die Dieseltechnologie verzichten zu können. Das im Zuge der Umsetzung der Luftreinhaltepläne diskutierte Diesel-Fahrverbot würde Industrie und Handel in Köln empfindlich treffen. „Der Warenverkehr und die Ver- und Entsorgung in und rund um Köln müssen auch zukünftig gesichert sein“, sagt Dr. Ulrich S. Soénius, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Im Falle weiter eingeschränkter Verkehrsmobilität müsse es definitiv Ausnahmegenehmigungen für Warenverkehr geben. „Besonders betroffen wären die Unternehmen, wenn Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten sie nicht mehr adäquat erreichen können.“  

IHK Köln fordert Investitionen
Die getroffenen Regelungen zum Software-Update für Diesel-Fahrzeuge der älteren Generation bieten das Potenzial, den Stickoxidanteil um bis zu 25 Prozent zu verringern. Dies bedeutet einen Schritt in die richtige Richtung. Besonders positiv zu bewerten sei der mit 500 Millionen Euro ausgestattete Fonds für Mobilitätskonzepte in Großstädten. Der Staat kommt neben den beteiligten Industrieunternehmen seiner Verantwortung für Wirtschaft und Bevölkerung nach und bringt 250 Millionen Euro in den Fonds ein. „Das Geld sollte insbesondere in Großstädte wie Köln investiert werden, die stark von den Auswirkungen des Feinstaubs und der Stickoxid-Belastungen betroffen sind. Öffentlicher Personennahverkehr und Radverkehr können heute noch nicht die Mobilitätsbedürfnisse decken. In diese Bereiche muss maßgeblich investiert werden", so Soénius weiter. Die IHK Köln unterstützt die Strategie „Köln mobil 2025", bei der der Anteil von öffentlichem Nahverkehr sowie Rad- und Fußverkehr deutlich erhöht werden soll.

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Tobias Havers Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1620 0221 1640-1690 tobias.havers@koeln.ihk.de