Mit Potentialberatung den Betrieb für die Zukunft wappnen

Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zukunftsorientiert sichern und ausbauen: Neue Richtlinie seit 1. April 2020

Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen: Digitalisierung und demografischer Wandel sind zwei der Schlagworte des sich beschleunigenden Strukturwandels. Unternehmen sind mehr denn je gefordert, sich an Kundenwünschen hinsichtlich Qualität, Flexibilität und Dienstleistungserwartungen zu orientieren und die Produktivität zu verbessern, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sicherzustellen. Beschäftigte müssen in die Lage versetzt werden, die mit diesen Veränderungsprozessen verbundenen Herausforderungen gleichermaßen bewältigen zu können und den sich ständig wandelnden Arbeitsanforderungen gerecht zu werden. Gleichzeitig muss die Arbeit so gestaltet werden, dass sie dem Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit, Gesundheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht wird.
Die Potentialberatung soll mithilfe externer Beratung und unter Beteiligung der Beschäftigten Unternehmen und die Beschäftigten in die Lage versetzen, identifizierte Problem- und Aufgabenstellungen des Unternehmens aufzunehmen und in einem ganzheitlichen und beteiligungsorientierten Verfahren Lösungswege zu erarbeiten und notwendige Veränderungsschritte einzuleiten.

Thematisch orientiert sich die Potentialberatung an mindestens einem der folgenden Punkte:

  • Arbeitsorganisation (bspw. Strukturen/Prozesse, Arbeitszeit, interne/externe Kommunikation und Kooperation);
  • Kompetenzentwicklung (insbesondere Personalentwicklung, Qualifizierung, Stärkung der Ausbildungsfähigkeit);
  • Demographischer Wandel (bspw. Wissensmanagement, alternsgerechte Arbeitsorganisation, Arbeitszeit);
  • Digitalisierung (besonders Gestaltung von Arbeit und Technik, Partizipation)
  • Gesundheit (bspw. Einführung eines nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements, Work-Life-Balance)

Ab dem 01.04.2020 gelten für das ESF-Förderprogramm Potentialberatung des Landes Nordrhein-Westfalen die folgenden Förderkonditionen:
Das Förderangebot richtet sich an Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten einschließlich Non-Profit-Organisationen und Unternehmen im Besitz der öffentlichen Hand (juristische Personen des öffentlichen Rechts sind von der Förderung weiterhin ausgeschlossen) mit Arbeitsstätte in Nordrhein-Westfalen. Die Potentialberatung NRW kann auch von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Anspruch genommen werden.
Gefördert werden maximal 10 Beratungstage à 8 Stunden in 36 Monaten in Höhe von 50 % der Beratungskosten (netto), maximal 500 € pro Beratungstag. Die Aufteilung eines Beratungstages in einzelne Stunden ist dabei möglich. Es können ganze und halbe Beratungstage abgerechnet werden.
Es wird empfohlen, die Potentialberatung innerhalb eines Zeitraums von maximal 9 Monaten abzuschließen. Förderfähig sind Beratungszeiten nur dann, wenn sie vom Beratungsunternehmen zusammen mit dem Unternehmen und den Beschäftigten in der Regel in den Räumen des Unternehmens erbracht werden. Nicht förderfähig sind Ausgaben für Fahrten, Übernachtungen sowie Vor- und Nachbereitungszeiten.
Sofern das Kontingent von 10 Beratungstagen innerhalb von 36 Monaten nach der ersten Beratung noch nicht ausgeschöpft ist, können weitere Potentialberatungen gefördert werden.
Ist das Kontingent von 10 Beratungstagen ausgeschöpft, kann ein Unternehmen frühestens 36 Monaten nach Ausstellung des ersten Beratungsschecks erneut einen Beratungsscheck für eine Potentialberatung mit bis zu zehn Beratungstagen erhalten.
Die Antragstellung erfolgt über die IHK Köln als Erstberatungsstelle. Antragstellende Unternehmen erhalten nach erfolgter Erstberatung durch die IHK einen "Beratungscheck Potentialberatung" und können anschließend mit der Beratung beginnen.

Auf der Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie weiterführende Informationen zur Potentialberatung.  

Wenn Sie die Unterstützung durch einen Unternehmensberater benötigen, der für Ihr Vorhaben geeignet ist, können Ihnen bei der Suche und Auswahl unsere Tipps für die Suche nach Unternehmensberatern helfen. Außerdem sind in der Datenbank Potentialberatung Beratungsunternehmen aufgeführt, die seit 2010 mindestens eine Beratung mit dem Förderinstrument Potentialberatung durchgeführt haben.

Übrigens: unsere IHK-Kollegen der Fachkräfteberatung können Ihr Unternehmen auch über die Potentialberatung hinaus unterstützen – durch konkrete Strategien zur Gewinnung und Qualifizierung von Nachwuchskräften bis hin zur Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an das Unternehmen.

Petra Maskow Geschäftsstelle Rhein-Erft 02271 8376-1840 02271 8376-1990 petra.maskow@koeln.ihk.de
Tanja Kinstle International und Unternehmensförderung 0221 1640-1570 0221 1640-1579 tanja.kinstle@koeln.ihk.de
Angelika Nolting Geschäftsstelle Oberberg 02261 8101-9952 02261 8101-9959 angelika.nolting@koeln.ihk.de

Petra Maskow

Geschäftsstelle Rhein-Erft

02271 8376-1840

02271 8376-1990

petra.maskow@koeln.ihk.de

Tanja Kinstle

International und Unternehmensförderung

0221 1640-1570

0221 1640-1579

tanja.kinstle@koeln.ihk.de

Angelika Nolting

Geschäftsstelle Oberberg

02261 8101-9952

02261 8101-9959

angelika.nolting@koeln.ihk.de

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