Logistik auf zwei Rädern

Lastenräder und E-Bikes bergen laut IHK Köln viele Chancen für Gewerbe und Handel

Köln, 5. Mai 2014.

„Das fährt sich wie mit Rückenwind!“ lautet das Resümee von IHK-Geschäftsführer Dr. Ulrich S. Soénius nach dem Test eines E-Bikes auf dem Börsenplatz vor der Industrie- und Handelskammer. Zahlreiche Besucher waren am Montag gekommen, um E-Bikes zu testen und einer Podiumsdiskussion zum Thema Mobilität in der Innenstadt zu lauschen. „Bisher wurde Fahrrad-Mobilität fast ausschließlich aus dem Blickwinkel der Freizeit- und Privatradler betrachtet, dabei ist es dringend an der Zeit, diese umweltfreundlichen Verkehrsmittel auch auf ihre Eignung als gewerbliche Fahrzeuge in der Innenstadt hin zu überprüfen“, so Soénius.

Uwe Detering, Vorstand des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste e.V. stellte eindrücklich die Erfahrungen des Feldversuchs „Lastenräder in der Innenstadt“ dar. Dabei wird die größte Herausforderung sein, den richtigen Mix aus herkömmlichen Lieferfahrzeugen und den neuen Lastenrädern herzustellen - die Kapazität eines Fahrrads ist im Vergleich zu einem Lieferwagen eben begrenzt. Die Pluspunkte wiegen jedoch ebenso schwer: In einer verstopften Innenstadt mit Parkplatznot bietet das Fahrrad eine schnelle Alternative für den Transport von Mensch und Waren; Umweltschutz inklusive.

Die Liste der Vor- und Nachteile wurde auch in der Podiumsdiskussion erörtert. So begrüßt die IHK die Initiative der Stadt Köln, ein Fahrradkonzept zu erstellen, weist aber auch auf den Wirtschaftsverkehr hin, der nicht noch mehr eingeschränkt werden solle. Bei allen Prognosen überwiegt bei den Diskussionspartnern jedoch die positive Hoffnung, dass eine stärkere gewerbliche und private Nutzung von Fahrrädern letztlich dem Wirtschaftsstandort nur dienen kann. Dies unterstreicht auch Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln: „Zu einer modernen und flexiblen Infrastruktur in der Innenstadt gehören nicht nur schnelle Datenautobahnen, sondern ebenso flexible und zukunftsgerichtete Verkehrsmittel. Der Autoverkehr kommt in den Städten an seine Grenzen und die Nutzung von E-Mobilität und Lastenrädern ist ganz sicher ein guter Weg, der außerdem dazu führen kann, dass unsere Innenstadt attraktiver und sauberer wird.“ Bei der IHK Köln ist das Thema der Verkehrsinfrastruktur eines der Schwerpunktthemen im laufenden Jahr. Mit aktuellen Statements, Veranstaltungen und Publikationen setzt sich die IHK dafür ein, dass ein vernünftiges Verkehrskonzept die Region auch zukünftig sichert.

Dok-Nr: 080904