Kaufmann / Kauffrau für Dialogmarketing

Ausbildungsprofil

Im direkten Kontakt mit dem Kunden

In Zeiten von Online-Bestellungen und Kommunikation per E-Mail geht der persönliche Kontakt eines Unternehmens zu seinen Kunden leicht verloren oder er entsteht erst gar nicht. Für Unternehmen, die ihre Waren oder Dienstleistungen verkaufen wollen, ist es daher sehr schwer, sich auf die Vorlieben und Geschmäcker der Kunden einzustellen und ihnen zum Beispiel neue Produkte anzubieten, die für sie interessant sein könnten. Deswegen suchen immer mehr Firmen nach Möglichkeiten, ihre Kunden und Menschen, die vielleicht zu Kunden werden könnten, direkt anzusprechen. Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing finden diese Möglichkeiten und setzen sie auch um. Dialogmarketing heißt nämlich nichts anderes als direktes Marketing, bei dem derjenige, den man anspricht, sofort reagieren kann – sei es durch eine unkomplizierte Antwortmöglichkeit im Anhang eines Mailings oder am Telefon – dem häufigsten Einsatzort von Servicefachkräften und Kaufleuten für Dialogmarketing.

Auch wenn die so genannte Telefonakquise einen schlechten Ruf hat und es sicher viele „schwarze Schafe“ unter den telefonischen Werbern gibt, so wünschen sich viele Konsumenten immer noch – oder wieder – eine individuelle Ansprache, insbesondere dann, wenn sie bereits Kunden eines bestimmten Unternehmens sind. Hier bieten sich sehr gute Möglichkeiten, denn Schätzungen gehen davon aus, dass es sieben- bis achtmal günstiger ist, einen bestehenden Kunden an ein Unternehmen zu binden, als einen neuen Kunden zu gewinnen. Das heißt aber natürlich nicht, dass ein Unternehmen heute keine neuen Kunden finden muss. Im Gegenteil, denn bei der wachsenden Konkurrenz und vor allem durch die Möglichkeiten, die das Internet bietet, ist so ein Kunde auch mal schnell weg, ganz egal, welche Maßnahme man ergreift, um ihn zu halten.

Beides – also das Binden von Kunden an ein Unternehmen ebenso wie die Neukundengewinnung – steht im Fokus der Arbeit von Servicefachkräften und Kaufleuten für Dialogmarketing. Sie rufen Kunden an, etwa um ihnen neue Produkte vorzustellen oder nehmen Anrufe entgegen und reagieren auf die Anforderungen von Kunden. Ob Beratung, Bestellung oder Beschwerde, immer müssen sie den richtigen Ton treffen und sind darauf angewiesen, allein mit ihrer Stimme, durch gutes Zuhören und gezielte Fragen hinter die Wünsche und Anliegen ihrer Gesprächspartner zu kommen. Klar, dass sie dafür erstens gerne telefonieren müssen und zweitens Geduld brauchen. Außerdem gilt es auch dann freundlich zu bleiben, wenn der Anrufer sich einmal im Ton vergreift.

Da es in dieser Branche oft darum geht, möglichst viele Kunden ( und solche, die es werden sollen) an einem Tag anzurufen, muss man stressresistent sein und immer die Ruhe bewahren, auch wenn es hektisch zugeht.
Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing telefonieren aber nicht nur selbst, sondern entwickeln ganze Kampagnen und führen diese - nicht zuletzt unter Berücksichtigung der Kosten und des Datenschutzes - gezielt durch. Sie kalkulieren die nötigen Ausgaben für die Maßnahmen im Dialogmarketing, erstellen Angebote, organisieren den Einsatz der Mitarbeiter und sorgen dafür, dass diese ausreichend geschult werden.

Servicefachkräfte und Kaufleute für Dialogmarketing arbeiten vor allem in Call-Centern von Unternehmen oder bei spezialisierten Agenturen für Dialogmarketing.

Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsdauer: 2 Jahre (Servicefachkräfte) und 3 Jahre (Kaufleute)

Berufsschule:

Berufskolleg
Lindenstraße der Stadt Köln
Lindenstr. 78
50674 Köln
Tel: 0221 9216890
Fax: 0221 92168930
E-Mail: glowacki@bkal.de
Internet: http://www.bkal.de /Kaufmann___Kauffrau_fuer_Dialogmarketing.AxCMS

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