Dok.-Nr. 209420

Juli-Sitzung der Vollversammlung

Wirtschaftsförderer stellt sich vor, Personalien, Haushalt und Vollversammlungs-Wahl

Köln, 15. Julli 2019. In ihrer Sommer-Sitzung im Juli befasste sich die Vollversammlung der IHK Köln mit der Frage, wie es mit der Sanierung des IHK-Gebäudes in der Kölner Innenstadt weitergehen soll. Doch nicht nur das. Viele weitere Tagesordnungspunkte standen auf der Agenda und sorgten für eine Sitzung bis in die späten Abendstunden hinein.

Kölner Wirtschaftsförderung: Starken Standort in starker Region verankern

Der Impulsvortrag zu Beginn der Sitzung kam von Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer der neuen Wirtschaftsförderungs-GmbH der Stadt Köln, der sich dem IHK-Plenum vorstellte und über die strategischen Leitlinien für die künftige Entwicklung der Wirtschaftsförderung berichtete. Nach seinen ersten 100 Tagen in Köln habe er, so Janssen, den Eindruck gewonnen, dass bei den Unternehmern der Einsatz für und die Identifikation mit dem Standort Köln sehr hoch sei. „Uns vereint der Wille, einen starken Wirtschaftsstandort Köln in einer starken Region zu verankern“, so Janssen. Unter diesem gemeinsamen Oberziel wolle er in den nächsten Jahren eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiten.

„Köln hat einen stabilen Abstand zu anderen wirtschaftsstarken Räumen“

Der Wirtschaftsförderer gab der Vollversammlung einen kurzen Überblick über Kölns Status Quo im Benchmark mit Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München. Dabei zeige sich, dass Köln Luft nach oben hat: Die Stadt liegt beim verfügbaren Einkommen deutlich unter, beim Schuldendstand deutlich über den Werten der anderen Städte. Damit verknüpft bleiben Steuerkraft, Gewerbesteuer und Einkommenssteuer auf einem niedrigeren Niveau. Zudem ist die Arbeitslosigkeit höher, die Investitionsquote jedoch geringer. „Köln hat einen stabilen Abstand zu anderen wirtschaftsstarken Räumen Deutschlands“, so Janssen. Positiv für die Stadt: „Es gibt tolle Argumente für den Standort, die wir spielen und nach vorne bringen wollen: dynamischer Wirtschaftsstandort, sehr gute logistische Anbindung, bedeutender Messestandort, junge wachsende Stadt, Fachkräftepotenzial, Lebensgefühl, eine einzigartige regionale Hochschullandschaft, Branchen mit Potenzial, eine gute Basis von Netzwerken und Verbänden“, zählte Janssen auf. Insgesamt also ein positives Image als lebenswerte Metropole, aber eine ausbaufähige Außendarstellung. Beim Ausblick auf die kommenden Aufgaben der Wirtschaftsförderung rund um die drei Schwerpunkte „Unternehmen und Investoren“, „Business Development“ sowie „Marketing u Kommunikation“ machte Janssen klar, dass sich die Wirtschaftsförderung als Standortentwickler versteht, strategische Impulse setzen und das Standortprofil gestalten will.
Für seinen Vortrag und die Zusage, die Themen gemeinsam mit der IHK Köln und ihren Gremien voran zu bringen, erhielt Janssen viel Applaus der IHK-Vollversammlung.

Präsidium diskutiert mit Kölner Oberbürgermeisterin und Stadtvorstand

Nahtlos an den Bericht des Kölner Wirtschaftsförderers schloss sich der Rückblick von IHK-Präsident Dr. Werner Görg an, der aus der IHK-Arbeit der vergangenen Wochen berichtete. Denn da hatte unter anderem ein Treffen des IHK-Präsidiums mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker und dem Stadtvorstand stattgefunden. Im Austausch über einen breiten Themenkomplex ging es auch um Stadtmarketing und die Imagepflege Kölns. Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt: Verkehrsführung in der Stadt. Das Präsidium machte deutlich, dass viele der von Stadtseite geäußerten Ideen nachvollziehbar seien, aber eine massive Beeinträchtigung der Erreichbarkeit und Zulieferungsmöglichkeiten für die ortsansässige Wirtschaft nicht hinnehmbar sei.

Neue Mitglieder der IHK-Gremien

Die Vollversammlung der IHK hatte im weiteren Verlauf der Sitzung auch über Personalien zu entscheiden: Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Köln Bonn, wurde als Nachfolger für seinen Vorstandskollegen Bruno Hollweger zum Mitglied der Vollversammlung gewählt, da Hollweger zur Jahresmitte in den Ruhestand getreten ist. Der 53jährige Pütz ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender der Volksbank und steht seit der Fusion der Kölner Bank und der Volksbank Bonn Rhein-Sieg auch dem insgesamt vierköpfigen Vorstandsgremium vor. In der Vollversammlung gehört er zu der Wahlgruppe 24, in der die Banken und Versicherungen zusammengefasst sind.

In IHK-Gremien berufen wurden:
· Peter Zens, Geschäftsführer der Erlebnisbauernhof Gertrudenhof GmbH, Hürth, in den Ausschuss für Gastronomie/Touristik-Freizeit
· Klaus Küppers, Leiter Projektentwicklung PANDION Real Estate GmbH, Köln und Bettine Levy, Geschäftsführerin der BML Projekte GmbH, Köln, in den Ausschuss für Immobilienwirtschaft
· Fred Arnulf Busen, Polytron Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach zum Vorsitzenden und Harald Goost, Bierbaum Proenen GmbH & Co. KG, Köln, zum Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Industrie und Forschung.

Jahresabschluss genehmigt

Im Tagesordnungspunkt „Finanzen und Haushalt“ stellte die Vollversammlung der IHK Köln den Jahresabschluss der IHK Köln zum 31.12.2018 fest, der bereits durch die Rechnungsprüfungsstelle der Industrie- und Handelskammern geprüft wurde und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten hatte.

173 Kandidatinnen und Kandidaten für die nächste Vollversammlungs-Wahl

Beim „Bericht des Wahlausschusses“ präsentierte Dr. Hermann H. Hollmann, Vorsitzender des Ausschusses, das Ergebnis der Bewerbungsfrist zur nächsten Vollversammlungswahl der IHK Köln: 173 Unternehmerinnen und Unternehmer kandidieren für die 92 Sitze der Vollversammlung. Vom 1. Oktober bis zum 4. November sind die Mitglieds unternehmen zur Wahl aufgerufen, am 5. November erfolgen Stimmauszählung und die Bekanntgabe des Wahlergebnisses.


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