Jetzt Lieferketten überdenken

Wie schafft man es, Lieferunterbrechungen zu vermeiden?

Die Corona-Krise hat die Lieferketten der international tätigen Unternehmen auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Staatlich verordnete Einschränkungen des Personen- und Warenverkehrs sowie Betriebsschließungen bei Kunden und Lieferanten haben dazu geführt, dass es in manch produzierenden Betrieben zu Produktionsproblemen oder gar Stillständen gekommen ist.

Unterbrechungen der Lieferkette sind auch in Zukunft möglich, sei es durch Naturkatastrophen, Pandemien, Konflikte, Streiks oder Insolvenzen von Zulieferern. Grund genug, dass Unternehmen ihre Lieferketten regelmäßig kritisch überprüfen. Wie abhängig bin ich von einzelnen Lieferanten oder Kunden? Wie solide sind diese Unternehmen, wie stabil ist das politische Umfeld? Wie krisensicher ist die logistische Anbindung? Für wie lange reichen meine Lagerkapazitäten? Wie schnell kann ich meine Lieferketten umstellen?

Unterstützung durch die IHK Köln
Die IHK Köln berät Firmen zur Erschließung neuer Absatz- und Beschaffungsmärkte und bietet eine Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen bei Beschaffung und Vertrieb.

Falls Lieferketten aus politischen Gründen gestört sein sollten, stellt die IHK Köln den Kontakt zu den Anlaufstellen von Bund und Land NRW her.

Als Teil der NRW-Außenwirtschaftsförderung entwickelt und begleitet die IHK Köln Unternehmerreisen und Gemeinschaftsstände in wichtige Zielmärkte. Über das Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern können Firmen individuelle Kontakte zu Lieferanten, Kunden und Vertriebspartnern aufbauen.

Firmen, die sich speziell zu den Marktchancen in Entwicklungs- und Schwellenländern informieren möchten, können sich beim sogenannten EZ-Scout zu Förderprogrammen und Kontakten beraten lassen.

Am 19. November 2020 veranstalten insgesamt 13 europäische AHKs (die 16 Länder vertreten) das erste virtuelle „AHK Industrial Suppliers Forum“. Ziel der digitalen Messe wird es sein, Einkäufer deutscher Produktions-/Fertigungsunternehmen mit qualifizierten Lieferanten aus den verschiedenen Ländern zu vernetzen. Beteiligt sind Bulgarien, Estland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien und Moldawien, Slowakei, Slowenien, Spanien und Tschechien.

Firmen brauchen einen verlässlichen Rahmen
Die Corona-Krise verdeutlicht die Bedeutung internationaler Wertschöpfungsketten auf der Grundlage von regelbasiertem Handel. Die aktuellen Herausforderungen dürfen kein Vorwand für verstärkten Protektionismus sein. Der DIHK appelliert daher an die Bundesregierung, die deutsche Ratspräsidentschaft für eine Stärkung der Welthandelsorganisation WTO und für mittelstandsfreundliche Handelsabkommen zu nutzen.

Gleichzeitig setzt sich der DIHK bei der Diskussion um ein Sorgfaltspflichtengesetz dafür ein, dass deutsche Unternehmen nicht für das Verhalten unabhängiger Dritter im Ausland in formale Haftung genommen werden.

Andreas Schäfer International und Unternehmensförderung 0221 1640-1552 0221 1640-1569 andreas.schaefer@koeln.ihk.de

Andreas Schäfer

International und Unternehmensförderung

0221 1640-1552

0221 1640-1569

andreas.schaefer@koeln.ihk.de

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