„Der Deutsche Einzelhandel 2017“: DIHK und ibi veröffentlichen Umfrageergebnisse zum Thema Digitalisierung

Haben die Online-Shops kleiner Händler trotz großer Akteure eine Überlebenschance? Stellen Marktplätze wie Amazon oder Zalando sogar eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative dar? Welche Digitalisierungsmaßnahmen haben die Befragten für die internen Unternehmensabläufe ergriffen?

Diese und weitere Fragen sollte die Online-Erhebung von DIHK, IHKs und ibi research klären, an der sich im Juli und August mehr als 2.000 Händler beteiligten. Die deutschlandweite Befragung zeigt den Status quo der Digitalisierungsbemühungen der Händler.

"Das Gesamtbild zeigt: Im Verkauf verschmelzen online und offline immer mehr", berichtete der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks der "Rheinischen Post" von den Ergebnissen. "Ein gutes Drittel der Händler ist bereits in beiden Welten unterwegs."

Für die Zukunft erwarteten die Umfrageteilnehmer eine noch stärkere Bedeutung der Online-Kanäle, und auch im Back-Office werde immer stärker digitalisiert. Aber: "Ein Fünftel der Händler verfügt noch immer nicht über die digitalen Systeme", so Dercks weiter. "Das erschwert die Anbindung an Online-Shops oder -Plattformen."

Als die am häufigsten genutzten Kommunikationskanäle hätten sich Facebook (bei 68 Prozent der Befragten im Einsatz) und die eigene Website (59 Prozent) erwiesen. Gleichzeitig zeige sich, dass der Qualifizierungsbedarf auf den Feldern Online-Marketing und Social-Media-Kommunikation am größten sei.

Als Hindernis für eine stärkere Digitalisierung kleinerer Händler nannte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen: "Hier sind unkomplizierte Förder- und Beratungsprogramme wie die gerade gestartete 'go digital'-Initiative der Bundesregierung oder die 'Mittelstand 4.0-Agentur Handel' wichtige Bausteine."

Das Fazit: Der Handel beschäftigt sich bereits mit dem Thema Digitalisierung, steht diesem aber in vielen Feldern noch zurückhaltend bzw. skeptisch gegenüber. Hier gilt es den Handel aufzuklären und ihm zu zeigen, wie er sich auch mit kleinen Investitionen Vorteile verschaffen kann. „Die Sensibilisierung und das Aufzeigen von Handlungsoptionen muss der erste Ansatzpunkt sein, um einen Haltungswechsel bei den Händlern zu erzeugen“, so Dr. Wittmann von ibi research. Letztendlich zeigt die Studie aber auch, dass der Handel die wesentlichen Treiber für die Veränderung bereits identifiziert hat: Marktplätze wie Amazon, eBay & Co. sowie der Kunde. Nun gilt es die richtigen Antworten darauf zu finden, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können.


Die komplette Studie können Sie hier herunterladen: www.ibi.de/Handelsstudie

Quelle: dihk.de

Foto: DIHK

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