Dok.-Nr. 220600

IHK-Vollversammlung bestätigt Kaufvertrag für Gebäude in Mülheim

Letzte Versammlung des aktuellen IHK-Ehrenamts mit viel Wehmut, aber auch Aufbruchstimmung

Köln, 13. Dezember 2019. Die Dezembervollversammlung der IHK Köln war zugleich auch die letzte Sitzung des amtierenden Gremiums. Am 28. Januar wird in der konstituierenden Sitzung der neuen Vollversammlung Präsident/Präsidentin und Präsidium aus den Reihen der Vollversammlungsmitglieder gewählt.
Beherrschendes Thema der Sitzung war der Erwerb einer Immobilie in Köln-Mülheim als neuen Hauptsitz der IHK Köln. Bereits in der Oktober-Sitzung hatte die Vollversammlung grundsätzlich für den Erwerb des sogenannten „Lofthauses“ gestimmt, das Teil des neuen Büroquartiers „ID Cologne“ in Mülheim ist. Der Kaufvertrag musste nun ebenfalls von dem ehrenamtlichen Gremium bestätigt werden. Mit 46 Ja-Stimmen, 12 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen wurde dem Kauf der Immobilie zugestimmt.

Diskussion um neuen Standort
Vorausgegangen war eine erneute ausführliche Diskussion der Standortverlagerung. Kritische Anträge gab es vor allem zur Bedeutung eines zentralen Standorts in der Kölner Innenstadt. Der Beschluss zum neuen Gebäude hatte in der Vollversammlung im Oktober zunächst unter dem Vorbehalt gestanden, dass die Berechnungen der beauftragten Wirtschaftsprüfer zur Wirtschaftlichkeit nicht zu einer veränderten Rangreihenfolge der betrachteten Alternativen führen. Hierzu gab es unterschiedliche Auffassungen. Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln: „Natürlich fällt es den Mitarbeitenden und auch mir persönlich sehr schwer, das Gebäude am Börsenplatz zu verlassen. Aber ich kann die Entscheidung der Unternehmerinnen und Unternehmer nachvollziehen, einen strikten Kostendeckel einzuhalten und verantwortungsvoll mit den Pflichtbeiträgen umzugehen. Umso mehr begreifen wir diese Entscheidung als Chance, die IHK Köln auch äußerlich noch moderner und flexibler zu gestalten. Ich bin mir sicher, dass der neue Standort positiv auf unsere Institution wirken wird, das haben auch andere Beispiele deutschlandweit gezeigt.“
Die Industrie- und Handelskammer zu Köln ist in ihrer 222-jährigen bewegten Geschichte schon mehrfach umgezogen, am Börsenplatz ist sie seit 1951 zuhause.

IHK Köln reagiert mit Einsparungen auf schwächere Konjunktur
Beim Wirtschaftsplan für das Jahr 2020, der in der Sitzung verabschiedet wurde, hat die IHK Köln durch interne Einsparungen eine Kostensenkung in Höhe von 500.000 Euro im Vergleich zum voraussichtlichen Ist des Jahres 2019 geplant. Mit diesen Maßnahmen reagiert die IHK Köln auf die sich abkühlende Konjunktur.

Resolution zur Grundsteuer-Reform
Schließlich fordert die Vollversammlung in einer Resolution zur Grundsteuer-Reform die Landesregierung NRW dazu auf, diese möglichst bürokratiearm und am besten digitalisiert umzusetzen. Dabei soll von der Möglichkeit der sogenannten Öffnungsklausel (wertunabhängiges Modell) Gebrauch gemacht werden. Bei diesem Modell werden lediglich die Grundstücks- und Gebäudeflächen zur Berechnung der Grundsteuer B herangezogen.

Dr. Susanne Hartmann Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1600 0221 1640-1690 susanne.hartmann@koeln.ihk.de

Dr. Susanne Hartmann

Hauptgeschäftsführung

0221 1640-1600

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