Dok.-Nr. 138981

IHK lobt Gewerbeflächenkonzept in Overath

Zugleich Warnung vor weiteren Steuererhöhungen

Overath, 4. November 2016. Die in diesem Jahr sensationell hohen Gewerbesteuereinnahmen in Overath von 11,3 Millionen Euro (Stand November 2016) kommen nicht von ungefähr. Sie sind auf das erfolgreiche Wirtschaften der am Standort Overath ansässigen Unternehmen zurückzuführen. In der Herbstsitzung des IHK-Wirtschaftsgremiums Overath wies Kämmerin Ahlers darauf hin, dass die Gewerbesteuer im Jahr 2009 sich auf lediglich 5,6 Millionen Euro belief. Bernd Supe-Dienes, Vorsitzender des örtlichen Wirtschaftsgremiums, wies darauf hin, dass die hohen Gewerbesteuereinnahmen nur aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und der vor Ort vorhandenen Wachstumsmöglichkeiten zu erreichen waren. Hier zeige sich die vorausschauende Gewerbeflächenpolitik der Stadt Overath in den letzten zehn Jahren, deren Früchte jetzt geerntet werden könnten.

„Im Vergleich der Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises hat keine Stadt in einem ähnlichen Umfang neue Gewerbeflächen ausgewiesen wie Overath“, betont Eva Babatz, Leiterin der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg, die das Gremium geschäftsführend betreut. Insbesondere die Ausweisung von Burghof und Diepenbroich  sei eine strategisch gute Entscheidung gewesen, zumal beide Standorte hervorragend an die A4 angebunden sind.

Die Mitglieder des IHK-Wirtschaftsgremiums Overath und die IHK mahnten die Stadt allerdings, jetzt der Versuchung zu widerstehen, die Gewerbesteuerhebesätze weiter zu erhöhen. Die Kostenspirale dürfe sich hier nicht weiter nach oben drehen, insbesondere mit Blick auf die „schon bedenklich hohe Grundsteuer B von derzeit 850 Prozentpunkten“. Hinzu komme, dass die 50 größten Grundsteuer B-Zahler Wirtschaftsunternehmen sind.  Erfreut nahm das Wirtschaftsgremium daher zur Kenntnis, dass die Verwaltung aktuell keine weitere Erhöhung der Gewerbesteuer vorgeschlagen hat. „In Anbetracht der Gefahr, dass die Grundsteuer B in 2018 zur Stärkung der Eigenkapitalquote angehoben werden muss, wäre eine weitere Erhöhung der Gewerbesteuer Gift für den Standort,“ erklärt Eva Babatz mit Blick auf den in Overath schon heute höchsten Grundsteuerhebesatz im Rheinisch-Bergischen Kreis. „Einen weiteren Standortnachteil kann die Kommune nicht verkraften!“, sagte sie.

Eva Babatz Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg 02171 4908-9900 02171 4908-9909 eva.babatz@koeln.ihk.de

Eva Babatz

Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg

02171 4908-9900

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eva.babatz@koeln.ihk.de

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