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IHK-Länderschwerpunkt China - Basisinformationen

Im Rahmen der Arbeitsteilung der NRW-IHKs betreut die IHK Köln schwerpunktmäßig den chinesischen Markt.
Sie hat Basisinformationen über China zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Basisinformationen
Zahlen und Fakten
Außenhandel
Rechtliche Rahmenbedingungen
Zölle: Ein- und Ausfuhrbestimmungen
Tipps für den Markteinstieg
Messen und Ausstellungen
Linkliste


Basisinformationen


Die globale wirtschaftliche und politische Bedeutung Chinas hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Seit 2010 ist das Reich der Mitte nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Bereits 2009 rückte China zum Exportweltmeister auf. Die Volksrepublik hat weltweit die höchsten Devisenreserven mit derzeit rund 3,56 Billionen US-Dollar. Über Jahre beeindruckte das Land mit zweistelligen Wachstumsraten. 2012 lag das Wirtschaftswachstum mit 7,8 Prozent erstmals seit 1999 unter dem magischen Wert von acht Prozent. 2015 lag das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft bei 6,9 Prozent, für 2016 wird ein Wachstumsziel von 6 bis 7 Prozent angestrebt.

Chinas Wirtschaftsentwicklung befindet sich in einer kritischen Phase, der Wirtschaftsboom hat auch negative Folgen: Aktuell sind das insbesondere Überhitzungstendenzen, Überkapazitäten sowie mögliche „Blasen“ an den Aktien- und Immobilienmärkten. Ferner bedeutet Chinas dynamisches Wirtschaftswachstum einen enormen Energiebedarf, der durch offensive Sicherung von Rohstoffen im heimischen Markt sowie in rohstoffreichen Drittländern - wie in Afrika - auch Folgen für die weltweiten Rohstoffmärkte hat. Zudem ist China inzwischen zum weltweit größten CO2-Emittenten und Energieverbraucher avanciert - und hat mit erheblichen Umweltproblemen zu kämpfen. Hinzu kommt die soziale Kluft zwischen arm und reich, die nach wie vor einen Risikofaktor für die politische Stabilität Chinas darstellt. 

Wichtige Ziele der chinesischen Wirtschaftspolitik im 13. Fünfjahresplan (2016 - 2020) sind u. a. Umwelt, Innovation, Infrastruktur und ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von ca. 6,5 Prozent.

Deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen 

Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen haben sich seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1972 zu einer großen Erfolgsgeschichte entwickelt. 1972 exportierten deutsche Unternehmen Waren für 270 Millionen US-Dollar nach China, im Jahr
2015 betrugen die deutschen Ausfuhren 71,4 Milliarden Euro (-4,0 Prozent gegenüber Vorjahr). Die deutschen Einfuhren aus China lagen 2015 bei 91,7 Milliarden Euro (14,9 Prozent gegenüber Vorjahr). Mit einem Handelsvolumen von knapp 165 Milliarden Euro im Jahr 2015 ist Deutschland mit Abstand Chinas größter Handelspartner in Europa. China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Asien.
 

Die deutsche Wirtschaft engagiert sich bis heute deutlich stärker in China als China in Deutschland, was nicht zuletzt den unterschiedlichen Entwicklungsstand beider Volkswirtschaften widerspiegelt.

Mehr als 2.000 chinesische Unternehmen sind inzwischen in Deutschland ansässig, rund 850 davon in Nordrhein-Westfalen. Dem stehen über 5.000 deutsche Unternehmen in China gegenüber.
 

Quellen: gtai, DIHK, Auswärtiges Amt 

Hinweis: Diese Daten stellen Basisinformationen dar und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl sie mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurden, kann eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden.

Stand: März 2016

 

Ansprechpartner

Gudrun Grosse
International und Unternehmensförderung
Tel. 0221 1640-561
Fax -559
gudrun.grosse@koeln.ihk.de

Dok-Nr: 049558