Dok.-Nr. 246041

IHK Köln kritisiert mangelnde Verlässlichkeit bei Corona-Hilfen

Pressemeldung, 11. Januar 2021: Lockdown-geschädigte Unternehmen drohen leer auszugehen

Köln. Die IHK Köln kritisiert die mangelnde Verlässlichkeit bei den Corona-Hilfen. Zuletzt hatte sich überraschend herausgestellt, dass betroffene Unternehmen nach aktuellem Stand nur ungedeckte Fixkosten bei der Berechnung der Überbrückungshilfen aufführen dürfen. „Viele Unternehmen, die im Lockdown dringend auf Unterstützung angewiesen sind, bekommen Stand jetzt weniger oder gar kein Geld“, sagt Frank Hemig, stv. Hauptgeschäftsführer der IHK Köln. „Hier muss unbedingt Abhilfe geschaffen werden, weil diese Betriebe ansonsten in ihrer Substanz gefährdet sind.“ Nur weil ein Unternehmen noch einen kleinen Überschuss ausweise, heiße das nicht, dass es alle Lasten des Lockdowns selbst tragen könne.

„Wäre von Anfang an klar gewesen, dass nur die ungedeckten Fixkosten Berechnungsgrundlage sind, hätten viele unserer Mitgliedsunternehmen erst gar keine Anträge gestellt und Steuerberatungskosten in Kauf genommen“, sagt Hemig. „So laufen sie jetzt Gefahr, im Zweifel kein Geld zu erhalten und die ohnehin knappen Reserven vergeblich in Steuerberatung investiert zu haben.“

„Wir erleben leider nicht zum ersten Mal eine erhebliche Diskrepanz zwischen politischer Ankündigung und der tatsächlichen Realisierung bei den Corona-Hilfen“, sagt Alexander Hoeckle, Geschäftsführer Unternehmensförderung der IHK Köln. Er verweist auf die langwierige Diskussion über die Anrechnung von Lebenshaltungskosten bei der Soforthilfe im vergangenen Jahr. „Unsere Mitglieder verlassen sich auf das, was die Politik ankündigt und was auf den offiziellen Infoseiten steht. Wenn dann Wochen oder sogar erst Monate später plötzlich die Bedingungen geändert werden, sorgt das für große Verunsicherung und läuft den Zielen der Programme zuwider.“

Vor diesem Hintergrund sei es kaum überraschend, dass bislang nur verhältnismäßig wenig Überbrückungs- und Novemberhilfe ausgezahlt worden sei. „Wenn die Politik wie versprochen effektiv die drastischen Einbußen der Unternehmen abmildern will, muss sie endlich einen einfachen Zugang für betroffene Unternehmen sicherstellen und die Auszahlung beschleunigen.“

Jörn Wenge Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1620 0221 1640-1690 joern.wenge@koeln.ihk.de

Jörn Wenge

Hauptgeschäftsführung

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