Förderrichtlinien Elektromobilität

Für die Etablierung der Elektromobilität am Markt gibt es umfangreiche Förderaktivitäten.

Ziel ist es, den Verkehrssektor energieeffizienter, klima- und umweltverträglicher zu gestalten. Dazu wurden unterschiedliche Förderprogramme erstellt.


Das Förderprogramm Erneuerbar Mobil (BMU)
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert Forschungsvorhaben zum Thema Elektromobilität zum Zwecke der Hebung ihres Potenzials für den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie als Beitrag für die Erhöhung der Lebensqualität und eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Förderprogramm für die Anschaffung von Elektrobussen im öffentlichen Personennahverkehr
Das Bundesumweltministerium hat sich das Ziel gesetzt, die Markteinführung von Elektrobussen in Deutschland mit einer entsprechenden Förderung zu unterstützen. Das Ministerium gewährt solchen Verkehrsbetrieben einen Investitionszuschuss, die Plug-In-Hybridbusse mit externer Nachlademöglichkeit oder rein elektrische Batteriebusse beschaffen und im Linienbetrieb einsetzen.

Das Sofortprogramm Saubere Luft
Das BMU setzt das Sofortprogramm zur Verbesserung der Luftqualität in Städten um, indem es neue Vorhaben fördert, die die Beschaffung von elektrisch betriebenen leichten Nutzfahrzeugen sowie Pkw für den Taxibetrieb, Mietwagen und Carsharing zum Gegenstand haben. Dafür werden vom Ministerium zusätzliche 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Elektromobilität (Umweltbonus)
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe des Förderprogramms Elektromobilität (Umweltbonus) den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Dadurch kann ein nennenswerter Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffbelastung der Luft bei gleichzeitiger Stärkung der Nachfrage nach umweltschonenden Elektrofahrzeugen um rund 300 000 Fahrzeuge geleistet werden. Die Maßnahmen werden die schnelle Verbreitung elektrisch betriebener Fahrzeuge im Markt unterstützen. Des Weiteren sollen die speziell von Elektrofahrzeugen ausgehenden Gefahren für Verkehrsteilnehmer, die auf akustische Signale angewiesen sind, durch die Unterstützung des Einbaus von AVAS kompensiert werden.
https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html


Steuervergünstigungen für reine Elektrofahrzeuge
Das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) sieht spezielle Regelungen für reine Elektrofahrzeuge vor: Diese sind nach § 3d KraftStG für einen befristeten Zeitraum von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Daran anschließend ermäßigt sich die zu zahlende Kraftfahrzeugsteuer um 50 Prozent (§ 9 Abs. 2 KraftStG).

Elektrofahrzeuge im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes sind Fahrzeuge, welche ausschließlich mit Elektromotoren angetrieben werden, die ganz oder überwiegend aus mechanischen oder elektrochemischen Energiespeichern (Batterien) oder aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern (wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen) gespeist werden. Hybridfahrzeuge, die neben einem Elektromotor auch durch einen Verbrennungsmotor angetrieben werden, gelten nicht als Elektrofahrzeuge im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes. Diese Fahrzeuge sind nicht steuerbegünstigt. Dazu gehören auch Elektrofahrzeuge, die mit einem Verbrennungsmotor als Reichweitenverlängerer ausgestattet sind (sogenannte Range-Extender-Fahrzeuge).

Die Steuervergünstigung für Elektrofahrzeuge ist fahrzeugbezogen und nicht antragsgebunden. Die Steuerbefreiung von Elektrofahrzeugen beträgt 10 Jahre bei Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020.
Weitere Informationen: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/Verkehrsteuern/Kraftfahrzeugsteuer/Steuerverguenstigung/Elektrofahrzeuge/elektrofahrzeuge_node.html

progres.nrw Programmbereich Emissionsarme Mobilität
Dieses Förderprogramm richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und kommunale Antragsteller. Um den Markthochlauf der Elektromobilität zu beschleunigen, liegt der Schwerpunkt dieser Richtlinie auf der Förderung von Elektrofahrzeugen (nur Kommunen und Unternehmen) und Ladeinfrastruktur. Daneben werden Umsetzungskonzepte, Elektro-Lastenräder sowie Konzepte, Studien und Analysen gefördert.
https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/p/progres_nrw_emissionsarme_mobilitaet/index.php

Weitere Informationen unter anderem zu den Themen BMVI-Förderprogramm für öffentliche Ladeinfrastruktur, Förderung für Ladeinfrastruktur, Gesetzesentwurf zur Modernisierung von Wohnungseigentum, Steuervorteile für Elektrofahrzeuge, Erstberatung für Flottenbetreiber, KfZ-Werkstätten und die Elektromobilität finden Sie auf der Internetseite von ElektroMobilität NRW.

Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur voranzutreiben und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, erhöht die Landesregierung die Förderung intelligenter Ladepunkte: Die am 15. Juni 2020 in Kraft getretene überarbeitete Förderrichtlinie Emissionsarme Mobilität sieht eine Anhebung des Förderhöchstsatzes um 1.500 Euro pro intelligentem Ladepunkt vor. Befristet bis zum 30. November 2020 wird zudem die Förderquote für andere Ladepunkte um 10 Prozentpunkte und die Förderhöchstgrenze um 1.000 Euro pro Ladepunkt erhöht: ElektroMobilität NRW.

Detlef Kürten Innovation und Umwelt 0221 1640-1510 0221 1640-1519 detlef.kuerten@koeln.ihk.de

Detlef Kürten

Innovation und Umwelt

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