Dok.-Nr. 216802

Fachkräftereport 2019 bestätigt Prognose

2030 fehlen in der Region Köln 88.000 Fachkräfte – IHK Köln sieht Potenzial bei Älteren und bei mehr Frauen in Vollzeit-Jobs

Köln, 29. Oktober 2019. Was haben die Jahre 1964, 2008 und 2031 miteinander zu tun? Auf dem Arbeitsmarkt vieles: Wer 1964 geboren ist, erreicht 2031 das gesetzliche Renteneintrittsalter. Im selben Jahr wird der Geburtenjahrgang 2008 nach Ausbildung oder Studium in den Arbeitsmarkt eintreten. Das Problem dabei: In NRW sind 1964 noch doppelt so viele Kinder zur Welt gekommen wie 2008 (300.405 gegenüber 150.007). Das hat gravierende Folgen für die Unternehmen in NRW wie auch im Bezirk der IHK Köln: Für sie wird es immer schwieriger, genügend geeignete Fachkräfte zu finden. Zahlen dazu liefert der Fachkräftereport 2019, den IHK NRW und IHK Köln heute vorgelegt haben. Demnach werden Industrie, Handel und Dienstleistungsbranche in der IHK-Region Köln im Jahr 2030 rund 88.000 (NRW: 735.000) Fachkräfte fehlen. Aktuell beziffert der Report den Fachkräfte-Engpass in der IHK-Region Köln auf 61.000, in NRW auf 447.000 Fachkräfte.

Das größte noch nicht ausgeschöpfte Potenzial für Nordrhein-Westfalen sieht IHK NRW bei der Erwerbsbeteiligung älterer Fachkräfte. In NRW sind 69,3 Prozent der 55- bis 65-Jährigen erwerbstätig. Weitere Potenziale bestehen etwa in der Erhöhung der Vollzeitquote von Frauen (278.900 mögliche zusätzliche Fachkräfte), der Fachkräfteeinwanderung (174.900) und der Nachqualifizierung von Menschen ohne Berufsabschluss (77.000). Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln: „Die Frage ist nicht, an welcher Stellschraube wir zuerst drehen sollten, um das Potenzial besser auszuschöpfen – ältere Fachkräfte halten, mehr Frauen in Vollzeit beschäftigen, mehr internationale Fachkräfte gewinnen oder mehr Menschen ohne Berufsabschluss nachqualifizieren. Wir sollten all dies gleichzeitig tun.“

In der IHK-Region Köln gehören Experten für Mechatronik und Automatisierungstechnik zu den Berufsgruppen, in denen der Engpass an Fachkräften 2030 am stärksten zu spüren sein wird. Das Gleiche gilt für die Bereiche Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Produktionssteuerung sowie Maschinenbau- und Betriebstechnik. „Damit verlagert sich der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften verstärkt in den industriellen gewerblich-technischen Bereich“, stellt Dr. Ulrich S. Soénius, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Köln und Geschäftsführer Standortpolitik fest. „Dagegen fehlen aktuell besonders im Veranstaltungs-, Tourismus- und Sportmanagement qualifizierte Mitarbeitende, ebenso in den Berufs-Segmenten Geologie, Geografie und Umweltschutz sowie Mathematik, Biologie, Chemie und Physik.“

Der vollständige Report inklusive der Auswertung für den IHK-Bezirk Köln steht auf www.ihk-koeln.de/195023 zum Download zur Verfügung.

Angela Hilsmann-Korbanka Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1640 0221 1640-1690 angela.hilsmann-korbanka@koeln.ihk.de

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