Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz

So können Unternehmen erfolgreich Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren

Unsere letzten Konjunkturumfragen bestätigen es: Unternehmen sehen ihr größtes Geschäftsrisiko im Fachkräftemangel. Besonders gesucht sind Mitarbeiter/innen mit einer Berufsausbildung. Daher gewinnt die Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten zunehmend an Bedeutung.

Der Bundestag hat nun das Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen, welches am 1. März 2020 in Kraft tritt. Das Gesetz regelt, wer zu Arbeits- und zu Ausbildungszwecken nach Deutschland kommen darf und wer nicht. Ziel dieses Gesetzes ist, die Fachkräftesicherung durch eine gezielte Zuwanderung aus Drittstaaten zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, sollen die Hürden für die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte gesenkt werden, so dass Unternehmen einfacher Arbeitnehmer aus dem Ausland - auch aus Staaten außerhalb der EU - einstellen können.

Beratung für Unternehmen zum neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Die IHK Köln bietet ihren Mitgliedsunternehmen weitreichende Unterstützung bei der Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland. Wir beraten ausländische Fachkräfte bei der Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse und helfen Ihnen bei der Überwindung bürokratischer Hürden - kostenfrei, individuell und zielorientiert! 

Unsere Fachkräfteberatung unterstützt Mitgliedsunternehmen der IHK Köln bei der Entwicklung konkreter Strategien zur Fachkräftesicherung.

Darüber hinaus berät die Stiftung für Ausbildungsreife und Fachkräftesicherung der IHK Köln Unternehmen und Fachkräfte bei Fragen zum neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Ihre Ansprechpartnerin hier ist:
Saskia Schaaf
Tel. 0221 1640-6685
E-Mail: saskia.schaaf@ihk-stiftung.koeln

Veranstaltung in der IHK Köln informiert zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Wenn Sie Fragen zum neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz haben oder sich über die Bedeutung und die Möglichkeiten für Ihr Unternehmen informieren möchten, kommen Sie am 29. Januar 2020 zu unserer Infoveranstaltung in der IHK Köln. Experten präsentieren Zuständigkeiten, Chancen und Herausforderungen des Gesetzes und es gibt Beratungsmöglichkeiten an Infoständen.

Was verändert sich mit dem kommenden Fachkräfteeinwanderungsgesetz?

  • Als Fachkräfte gelten künftig einheitlich Hochschulabsolventen und Beschäftigte mit einer qualifizierten Berufsausbildung. Sie können eine Beschäftigung als Fachkraft ausüben, zu der die erworbene Qualifikation sie befähigt. Voraussetzung ist für beide Gruppen, das eine Anerkennung ihrer Qualifikation vorliegt.
  • IT-Spezialisten können unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne formalen Abschluss Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten.
  • Unqualifizierten bietet das Gesetz auch weiterhin keine neuen Möglichkeiten für einen Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland.
  • Bei Fachkräften mit Berufsausbildung entfällt die bisherige Begrenzung auf Mangelberufe. Kann die qualifizierte Fachkraft einen Arbeitsvertrag und eine in Deutschland anerkannte Berufsqualifikation vorweisen, entfällt die Vorrangprüfung. Beim Zugang zur Berufsausbildung bleibt die Vorrangprüfung bestehen.
  • Die Einreise zur Arbeitsplatzsuche wird auch Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung und ohne Arbeitsvertrag befristet auf sechs Monate zur Arbeitsplatzsuche ermöglicht. Dies war bis dato nur Hochschulabsolventen vorbehalten. Voraussetzung hierfür sind u.a. Deutschkenntnisse und die Lebensunterhaltssicherung in Deutschland.
  • Die Einreise zur Ausbildungsplatzsuche wird ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen befristet auf sechs Monate ermöglicht.
  • Zuwanderer, die ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegen haben, können bereits mit teilweiser Gleichwertigkeit in Deutschland einer Beschäftigung nachgehen und die Unterschiede zeitnah ausgleichen. Die Möglichkeit zum Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen in Deutschland werden verbessert. Anerkennungsverfahren können im Rahmen von Vermittlungsabsprachen der Bundesagentur für Arbeit vollständig in Deutschland durchgeführt werden.

Antragsverfahren sollen beschleunigt werden

Die Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation soll künftig innerhalb von drei Monaten nach Einreichung aller erforderlichen Unterlagen abgeschlossen sein. Die Erteilung eines Visums für Fachkräfte sollte in der Regel innerhalb von drei Wochen erfolgen.

Rechtliche Grundlangen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

Wenn Sie Fragen zu den rechtlichen Aspekten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes haben, berät Sie auch gerne der IHK-Geschäftsbereich Recht und Steuern. Ihre Ansprechpartnerin:

Inga Buntenbroich
Tel. +49 221 1640-3200
E-Mail: inga.buntenbroich@koeln.ihk.de