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Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik

Ausbildungsprofil

Der Herr automatischer Systeme

Wenn alles läuft wie programmiert, dann haben sie gute Arbeit geleistet, die Elektronikerinnen und Elektroniker für Automatisierungstechnik. Wenn nicht, dann kann es zum Beispiel passieren, dass Kunden gegen die Automatiktür im Supermarkt laufen, weil diese sich zu spät oder gar nicht öffnet. Überall dort, wo automatische Betriebsabläufe gefragt sind, hat der Elektroniker für Automatisierungstechnik sein Einsatzgebiet. Das reicht von besagten Automatiktüren bis hin zu Produktionsanlagen in der Chemie-, der Stahl-, oder der Lebensmittelindustrie – ein großes, vielfältiges Aufgabengebiet also, in dem computergesteuerte Automatisierungssysteme auf die jeweiligen Bedürfnisse des Auftraggebers zurechtgeschnitten werden.

In seiner Ausbildung lernt der Elektroniker für Automatisierungstechnik Funktionszusammenhänge und Prozessabläufe zu analysieren und darauf aufbauend Automatisierungsanlagen zu entwerfen. Wenn etwa ein Kunde wünscht, dass sich die Belüftungsanlage in seinem Bürogebäude zu einer bestimmten Uhrzeit sozusagen von allein ausschaltet, wird er für ihn die Kosten kalkulieren, ihn beraten und das System planen. Das geschieht am Computer: Mit Hilfe spezieller Programme entwirft der Elektroniker für Automatisierungstechnik die Anlage, die der Kunde wünscht.

Als Auszubildender wird man also nicht nur mit dem aktuellsten Stand der Technik vertraut gemacht, sondern auch auf den Gebieten Kalkulation, Beratung, Planung und Programmierung geschult. Zudem eignet sich der Elektroniker für Automatisierungstechnik Kenntnisse an, die in seinem gesamten Berufsleben nützlich sind, insbesondere auf den Gebieten Visualisierung, Fernsteuerung und Software-Wartung von Industrieanlagen. Und diese Kenntnisse kann er weltweit einsetzen. Manche Unterlagen sind auf Englisch, und auch manche Verhandlungen werden auf Englisch geführt. Diese Fremdsprache sollte man also beherrschen, wenn man diesen Beruf ausüben möchte.

Wenn eine automatische Anlage mal nicht so läuft, wie der Kunde sich das vorgestellt hat, kommt der Elektroniker für Automatisierungstechnik vorbei und programmiert diese um. Vielleicht müssen auch nur Sensoren erneuert werden, aber auch das ist für ihn kein Problem: In der Ausbildung lernt er nämlich zudem, wie man Sensoren, Leiteinrichtungen oder Maschinen- und Prozesssteuerungen installiert und wartet sowie den Umgang mit pneumatischen, hydraulischen und elektrischen Antrieben.

Zur Ausbildung gehört ebenso die überbetriebliche Ausbildung, in der man von Meistern des Faches unterrichtet wird und die bereits erlernten Fähigkeiten einsetzen kann. Nach der Ausbildung beherrscht der Elektroniker für Automatisierungstechnik das Programmieren, Testen und Installieren von Automatisierungssystemen. Seine Arbeitgeber können Hersteller von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen sein, ebenso kann er in Betrieben der Elektroinstallation und in Wasser- und Klärwerken tätig werden. Dort sorgt er dafür, dass alles reibungslos läuft – der Herr der automatischen Systeme.

Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

 

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschule: 
Goldenberg Europakolleg des Rhein-Erft-Kreises in Wesseling:
Gartenstraße 16
50389 Wesseling
Tel : (02236) 9 43 96 -0
Fax: (02236) 9 43 96 -19
E-Mail: wesseling@goldenberg-europakolleg.eu


Rhein-Erft Berufskolleg
Chemiepark Knapsack
Industriestr. 149
50354 Hürth
Tel. 02233 48-1143
Fax 02233 48-6041
E-Mail: pablo.lopez@rhein-erft-akademie.de
Internet: www.rhein-erft-berufskolleg.de 

Foto: ahrenssteinbach/IHK Köln

Dok-Nr: 000171

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