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Dieselfahrverbote: IHK Köln fordert weitreichende Ausnahmen für den Wirtschaftsverkehr

Köln, 08.11.2018. Das Kölner Verwaltungsgericht hat heute entschieden, dass die Stadt Köln aufgrund hoher Luftverschmutzung Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge erlassen muss. Die Bezirksregierung Köln ist nun angehalten, die geforderten Maßnahmen in die 2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans aufzunehmen. „Die Bedeutung der Luftreinhaltung ist unbestritten. Die Gerichtsvorgaben sind für den Wirtschaftsverkehr jedoch kaum umsetzbar. Wir fordern, dass die Belange der Wirtschaft in der Luftreinhalteplanung maßgeblich berücksichtigt werden. Die Unternehmen benötigen weitreichende Ausnahmen“, sagt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln.  

Denn ab April 2019 sollen Dieselfahrzeuge der Abgasklasse Euro-4 oder älter nicht mehr in die grüne Umweltzone fahren dürfen. Ab September 2019 soll die Einschränkung auch für Euro-5-Diesel gelten. Dr. Ulrich S. Soénius, stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Köln und Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik, ergänzt: „Unsere Unternehmen müssen die Möglichkeit erhalten, sich auf neue Bedingungen einzustellen. Passende Fahrzeuge sind nicht in ausreichender Stückzahl am Markt verfügbar. Eine Übergangszeit von sechs Jahren wäre notwendig, um die Flotten umzustellen.“ In Köln sind über 50.000 Unternehmen innerhalb der Umweltzone ansässig. „Es müssen ernsthafte und umsetzbare Alternativen angeboten werden, um die Erreichbarkeit der Betriebe für Personen und Waren sicherzustellen“, so Soénius. Bei der Umsetzung zur Senkung der Schadstoffbelastung müssten auch die über 50 Vorschläge, die eine Arbeitsgruppe der Stadt unter Leitung der IHK erarbeitet hat, berücksichtigt werden.


Dok-Nr: 192820

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