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Die öffentliche Bestellung von Sachverständigen

Voraussetzungen und Verfahren

Die öffentliche Bestellung und Vereidigung durch die Industrie- und Handelskammer zu Köln setzt voraus, dass der Sachverständige über die erforderliche persönliche Eignung und besondere Sachkunde verfügt. Außerdem muss für das angestrebte Sachgebiet ein Bedarf an Sachverständigenleistungen bestehen. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen wird durch die Industrie- und Handelskammer überprüft. Einzelheiten über die Voraussetzungen und das Bestellungsverfahren können Sie der Sachverständigenordnung der IHK Köln sowie unseren Merkblättern entnehmen.

Sachgebietsspezifische Anforderungen für die öffentliche Bestellung finden Sie in den fachlichen Bestellungsvoraussetzungen, die es für viele der bestellungsfähigen Sachgebiete gibt. Diese finden Sie im bundesweiten Sachverständigenverzeichnis und auf der Homepage des Instituts für Sachverständigenwesen e. V. Sollten Sie dort Ihren Bereich nicht auffinden, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Wenn Sie einen Antrag auf öffentliche Bestellung und Vereidigung stellen möchten, reichen Sie bitte zunächst die erforderlichen Antragsunterlagen bei der IHK Köln ein. Eine Auflistung der einzureichenden Unterlagen finden Sie in unserem Merkblatt „Die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen“ unter Punkt F. 

Bitte nutzen Sie unsere Formulare (Antrag, Personalbogen, Erklärung, Freistellungserklärung) für die Antragstellung. Zudem möchten wir Sie bitten, einen Gesprächstermin in der IHK Köln zu vereinbaren. Bei inhaltlichen Fragen helfen wir Ihnen ebenfalls gerne weiter.

Nach dem Gebührentarif der IHK Köln wird für die öffentliche Bestellung und Vereidigung eine Gebühr in Höhe von 1.200,00 Euro erhoben. Vorsorglich möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass die Gebühr nicht zurückerstattet werden kann, falls es nicht zu einer öffentlichen Bestellung kommt.

Liegen die vollständigen Antragsunterlagen vor, bittet die IHK zunächst ihren Sachverständigenausschuss, die Unterlagen zu begutachten und eine Empfehlung auszusprechen. Im weiteren Verlauf hat sich der Sachverständigenbewerber in aller Regel einer fachlichen Überprüfung durch ein Fachgremium zu unterziehen. Dieses Fachgremium ist mit Experten des jeweiligen Sachgebietes besetzt und prüft im Auftrag der IHK, ob der Bewerber über die gesetzlich geforderte besondere Sachkunde verfügt. Die Kosten oder Auslagen (zum Beispiel Honorare und Fahrtkosten der Fachgremiumsmitglieder) hat der Sachverständige der IHK zusätzlich zu erstatten.

Im Rahmen der Überprüfung der besonderen Sachkunde muss ein Sachverständigenbewerber auch nachweisen, dass ihm die Grundlagen des Sachverständigenrechts bekannt sind. Als Nachweis kann der Besuch einschlägiger Seminare dienen, die von verschiedenen Seminaranbietern angeboten werden. Listen mit Seminaranbietern finden Sie unter „Merkblätter und Formulare“. Die genannten Seminaranbieter werden von uns allerdings nicht auf deren Qualität überprüft. Die Listen erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Dok-Nr: 000611

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