Die TOP 10 Umsatzsteuer-Brennpunkte in der Betriebsprüfung

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse unserer IHK-Veranstaltung am 05.02.2020

In Betriebsprüfungen spielt das Thema Umsatzsteuer eine immer größere Rolle. Mit der Umsatzsteuer-Sonderprüfung verfügt die Finanzverwaltung gar über eine spezielle Betriebsprüfung nur für den Bereich Umsatzsteuer. Die speziell geschulten Sonderprüfer haben in 2018 statistisch jeweils 900.000 Euro Umsatzsteuer nacherhoben. „Die Praxis zeigt, dass in Prüfungen häufig die gleichen Fehlerquellen aufgedeckt werden“, erläuterte Markus Müller, LL.M., ehemaliger Finanzbeamter und heute tätig bei der KMLZ Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, bei unserer Info-Veranstaltung am 05.02.2020. 

Tipps für die Unternehmenspraxis:

Unternehmer sollten typische Fehlerquellen im eigenen Unternehmen identifizieren, - denn oftmals lassen sich Fehler im Nachgang überhaupt nicht oder nur sehr schwer beseitigen. Zu den Brennpunkten der Umsatzsteuer in Betriebsprüfungen zählen unter anderem:

  • Nachweise zu innergemeinschaftlichen Lieferungen
  • Warenlieferungen ins Ausland sind nur steuerfrei, wenn die geforderten Transportnachweise wie die Gelangensbestätigung vollständig und für jede Lieferung vorliegen. Andernfalls werden 19 Prozent Umsatzsteuer fällig. Betriebsprüfer werfen häufig einen Blick auf die Dokumentation.
  • Unerkannte/falsch beurteilte Reihengeschäfte
  • Wer Reihengeschäfte nicht erkennt, beurteilt sie oftmals falsch. Die Vertriebswege sollten daher genau analysiert werden. Andernfalls drohen – wie in der Veranstaltung anhand eines unerkannten Abholfalls dargestellt – horrende Steuernachzahlungen.
  • Versagung des Vorsteuerabzugs aufgrund fehlerhafter Rechnungen
  • Der Unternehmer haftet für die Ordnungsmäßigkeit der Rechnung seiner Lieferanten. Erfüllen die Rechnungen nicht die zahlreichen formalen Anforderungen, muss die Vorsteuer zurückgezahlt werden. Unter Umständen ist jedoch eine rückwirkende Rechnungsberichtigung möglich und der Fehler kann geheilt werden.
  • Vorsteuerabzug nach dem Buchungsdatum
  • Unternehmen machen den Vorsteuerabzug oft in dem Monat geltend, in dem sie die Rechnung erhalten. Dies kann über den Jahreswechsel zu empfindlichen Nachzahlungen führen. Denn die Vorsteuer darf nur bereits früher in dem Monat des Posteingangsstempels geltend gemacht werden. Dieser Zeitraum kann bereits verjährt sein. Der Vorsteuerabzug geht dann vollständig verloren.

Informationen zu weiteren umsatzsteuerrechtlichen Aspekten finden Sie auf unserer Internetseite https://www.ihk-koeln.de/Umsatzsteuer.AxCMS.

Die Ansprechpartner und -partnerinnen der IHK Köln stehen Ihnen gerne für Erstinformationen rund um das Thema Steuern zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an.




Dr. Timmy Wengerofsky Recht und Steuern 0221 1640-3070 0221 1640-3690 timmy.wengerofsky@koeln.ihk.de
Ellen Lindner Recht und Steuern 0221 1640-3030 0221 1640-3690 ellen.lindner@koeln.ihk.de

Dr. Timmy Wengerofsky

Recht und Steuern

0221 1640-3070

0221 1640-3690

timmy.wengerofsky@koeln.ihk.de

Ellen Lindner

Recht und Steuern

0221 1640-3030

0221 1640-3690

ellen.lindner@koeln.ihk.de

Wie bewerten Sie diese Seite?

Absenden

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Mehr zu diesem Thema

Steuern

Resolution zur Grundsteuer

Die Vollversammlung der IHK Köln hat am 12. Dezember 2019 eine Resolution zur Grundsteuer verabschiedet.

weiter
Steuern

Resolution zur Kommunalfinanzierung

Die Vollversammlung der IHK Köln hat am 1. Oktober 2019 eine Resolution zur Kommunalfinanzierung beschlossen.

weiter
Steuern

Bestätigung von ausländischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummern

weiter
Steuern

Neue Umsatzsteuerpflichten für den Online-Handel

Besondere umsatzsteuerliche Bestimmungen für Betreiber elektronischer Marktplätze

weiter
Steuern

Resolution der Vollversammlung der IHK Köln vom 10. April 2018 zur Grundsteuerreform

Die Reform der Grundsteuer darf nicht zu Lasten der Unternehmen ausgestaltet werden

weiter
Steuern

Brexit-Checklisten für Unternehmen

weiter
Steuern

Anforderungen an die Kassenführung

Neue Pflichten bei der Kassenführung ab 2020

weiter
Gründung

Vermietung von Ferienwohnungen

weiter
Steuern

Mehrwertsteuer auf elektronische Dienstleistungen in der EU - neue Regelungen ab 2019

weiter
Steuern

Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen von Hotelleistungen bei Reiseveranstaltern

weiter
Steuern

Änderungen an den Reverse-Charge-Regelungen

weiter
Länder & Märkte

Internationales Steuerrecht

weiter
Steuern

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist eine Steuer, die auf die objektive Ertragskraft eines Unternehmens erhoben wird.

weiter
Fachkräfte

Recht - Steuern

Auf dieser Seite bieten wir Ihnen einen Überblick unserer Weiterbildungsangebote aus den Bereichen Recht und Steuern.

weiter