Das Carnet TIR-Verfahren

Bei dem Carnet TIR-Verfahren handelt es sich um ein vereinfachtes Zollverfahren.

Es kann auch angewandt werden, wenn eine innergemeinschaftliche Beförderung ein Drittland berührt, z. B. auf dem Weg von Deutschland nach Griechenland über Ex-Jugoslawien.

Durch die Versiegelung des Laderaumes eines Fahrzeuges vor Fahrtantritt entfällt die langwierige Zollbeschau an den Durchgangszollstellen. Dies führt zu einer Reduzierung der Wartezeiten beim Grenzaufenthalt auf ein Minimum. Das Verfahren ist anwendbar, wenn Waren ohne Umladung über eine oder mehrere Grenzen in zollsicher eingerichteten Straßenfahrzeugen befördert werden. Nicht anwendbar ist es bei Warentransporten innerhalb der EU und im Verkehr zwischen der EU und den EFTA-Staaten (Fürstentum Liechtenstein, Island, Norwegen). Die zollsichere Herrichtung der Fahrzeuge muss durch ein Zollverschlussanerkenntnis nachgewiesen werden.

Wichtiger Hinweis:

Jede Änderung , jede Streichung und jeder Zusatz im Carnet muss von der Person, die diese vornimmt, anerkannt und von den Zollbehörden bescheinigt werden. Eine Beschädigung der Zollverschlüsse oder des Fahrzeuges, so dass das sich das zu befördernde Gut sich nicht mehr unter Zollverschluss befindet, ist unverzüglich der nächstgelegenen Zollbehörde oder Polizeidienststelle zu melden.

Bei Verletzungen der Vorschriften des Verfahrens macht sich der Unternehmer nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes strafbar. In der Bundesrepublik Deutschland erstrecken sich diese Strafen von Geldbußen bis zu 5.000 Euro bis hin zu Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

Frederik Hupperts Standortpolitik/RWWA 0221 1640-4020 0221 1640-4290 frederik.hupperts@koeln.ihk.de

Frederik Hupperts

Standortpolitik/RWWA

0221 1640-4020

0221 1640-4290

frederik.hupperts@koeln.ihk.de

Wie bewerten Sie diese Seite?

Absenden

Vielen Dank für Ihr Feedback!