Beratungsförderung für Unternehmen in Schwierigkeiten

Beantragung über die IHK möglich

Wer wird gefördert?

Das Programm zur „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fördert neben Jung- und Bestandsunternehmen auch die Beratungskosten von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Ein Unternehmen ist hier in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, wenn:

  • mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen ist (bei Gesellschaften mit Haftungsbeschränkung);
  • mehr als die Hälfte der in den Geschäftsbüchern ausgewiesenen Eigenmittel infolge aufgelaufener Verluste verlorengegangen ist (wenn Gesellschafter unbeschränkt haften).

Bei Antragstellung muss ein Negativergebnis nachgewiesen werden, auch bei negativem Eigenkapital. Privatentnahmen und Unternehmerlohn werden nicht berücksichtigt. Eine Förderung ist auch möglich, wenn eine Schieflage droht, zum Beispiel durch den Wegfall eines Großkunden. Im anzufertigenden Beratungsbericht muss die Situation mit Planzahlen dargestellt und entsprechend erläutert werden.

Nähere Informationen finden Sie im Merkblatt für Unternehmen in Schwierigkeiten.

Wenn Sie die Unterstützung durch einen Unternehmensberater benötigen, der für Ihr Vorhaben geeignet ist, können Ihnen bei der Suche und Auswahl unsere Tipps für die Suche nach Unternehmensberatern helfen.

Was wird gefördert?

Die Beratung von Unternehmen in Schwierigkeiten kann im Rahmen folgender Schwerpunkte gefördert werden:

  • Sicherungsberatung: zu allen Fragen der Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, wobei auch eine weitere, allgemeine Beratung zur Vertiefung der Maßnahmen förderbar ist.
  • Allgemeine Beratungen: zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Pro Beratungsschwerpunkt können bis zu fünf Beratungstage über einen Förderzeitraum von bis zu sechs Monaten durchgeführt und abgerechnet werden. Beratungstage müssen nicht aufeinanderfolgen. Bis zur Ausschöpfung des maximalen Zuschusses können pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung gestellt werden. Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt werden, Seminare oder Workshops werden nicht berücksichtigt.

Nicht gefördert werden Beratungen,

  • die Vermittlungstätigkeiten beinhalten oder deren Zweck auf den Erwerb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen gerichtet ist, die von den Beraterinnen oder Beratern selbst vertrieben werden;
  • die überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Buchführungsarbeiten zum Inhalt haben;
  • die überwiegend gutachterliche Stellungnahmen zum Inhalt haben.

Wie hoch ist der Beratungszuschuss?

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens. Für Unternehmen in Schwierigkeiten im IHK-Bezirk Köln gilt:

Bemessungsgrundlage       Fördersatz                          maximaler Zuschuss       
3.000 EUR90 Prozent2.700 EUR


Wo und wie wird der Antrag gestellt?

Das Programm zur „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereitgestellt. Es fasst die ehemaligen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung", „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA. Der Antrag wird dann vorab überprüft, ein Beratungsvertrag darf erst nach Freigabe durch das BAFA unterschrieben beziehungsweise mit der Beratung begonnen werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen. Vor Antragstellung ist ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner zu führen – das die IHK Köln ihren Mitgliedsunternehmen anbietet.

Übrigens: gerne bieten wir Ihnen im persönlichen Gespräch unsere Hilfe bei der Bewältigung der Krise an. Unsere Kollegen der Rechtsabteilung geben zudem Hilfestellung, wenn es um die Wahrung von Rechten bei drohenden Insolvenzen geht. Außerdem können Sie jederzeit unsere kostenlose Krisenhotline anrufen.


Wie bewerten Sie diese Seite?

Absenden

Vielen Dank für Ihr Feedback!