Bei 5G-Netzausbau auch ländliche Räume mitdenken

Verbände schlagen mehrstufige Frequenzversteigerungen vor

Dass das Verwaltungsgericht Köln den Weg für die Auktion von Mobilfunkfrequenzen ab dem 19. März freigemacht hat, bewertet die Wirtschaft als "wichtigen Schritt".

In einer gemeinsamen Pressemitteilung verweisen der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Deutsche Landkreistag (DLT) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) darauf, dass die Internetversorgung auf Basis von Glasfaser- und 5G-Mobilfunktechnologie "unabdingbare Voraussetzung für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land" sei.

Sie bemängeln, dass die Mobilfunkunternehmen nun nur zur Versorgung bewohnter Gebiete und wichtiger Verkehrswege mit dem hochleistungsfähigem 5G-Mobilfunk verpflichtet seien. Umso mehr komme es aus Sicht der Verbände jetzt darauf an, dass der vom Beirat der Bundesnetzagentur bis Mitte 2019 eingeforderte Entwicklungspfad zum Netzausbau gerade für den ländlichen Raum, insbesondere für die Unternehmen und landwirtschaftlichen Nutzflächen vorgelegt werde.

"5G ist die zentrale Steuerungstechnologie für die digitale Zukunft", betonen die Verbände. "Wir brauchen 5G vor allem an den Unternehmensstandorten und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen." Sonst stellten sich viele Fragen nach wirtschaftlicher Entwicklung in einer globalisierten Welt gar nicht erst. "Das wahre Fundament der Wirtschaftskraft Deutschlands steht im ländlichen Raum. Wenn wir hier im buchstäblichen Sinne den Anschluss an das globale und mehr und mehr digitalisierte Wirtschaftssystem verlieren, stellen wir den ländlichen Raum als Wohn-, Lebens und Wirtschaftsstandort in Frage."

Für die kommenden Frequenzversteigerungen schlagen die Verbände eine Neuregelung der Frequenzvergabeverfahren vor, in denen in einer ersten Stufe unrentable Gebiete im Wege einer Negativauktion veräußert werden, bevor in der zweiten Stufe wirtschaftlich lukrative Gebiete zur Auktion gelangen.

Quelle und die vollständige Pressemitteilung von DBV, DIHK, DLT und ZDH finden Sie auf der Webseite vom DIHK.

Dieter Schiefer Innovation und Umwelt 0221 1640-1520 0221 1640-1539 dieter.schiefer@koeln.ihk.de
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