Servicefahrer/-in

Ausbildungsprofil

Gut geplant ist halb gefahren!

Bevor Servicefahrer oder Servicefahrerinnen in ihr Auto steigen, wird die sinnvollste Route berechnet und genügend Zeit für jeden Kunden eingeplant. Der Verkehrsfunk meldet einen Stau auf der A 1 bei Köln - da wäre es besser, zuerst die Waschmaschine für den Kunden A zu liefern und erst dann die Spülmaschine beim Kunden B zu warten. Es darf weder Hektik noch Unaufmerksamkeit aufkommen, trotz des engen Zeitplans. Auch dann nicht, wenn es bei dem einen oder anderen Kunden einmal etwas länger dauert. Denn der Kunde ist König, ihn in allen Belangen zufriedenzustellen, ist eine wichtige Aufgabe der Servicefahrer/innen.

Ein Kunde möchte über aktuelle Angebote oder Serviceaktionen informiert werden? Auch diese Auskünfte gehören zum Job, genau wie die Annahme von Bestellungen, die Auslieferung von Waren oder die Wartung von Maschinen vor Ort. Und im Anschluss an die Tour steht die Nachbereitung in Form von Weitergabe der Lieferpapiere, Belege und Zahlungsunterlagen auf dem Plan. Servicefahrer/innen veranlassen die Bearbeitung von Reklamationen und geben Kundenwünsche an die entsprechenden Stellen im Unternehmen weiter. Sie fungieren somit als Bindeglied zwischen dem Unternehmen, für das sie arbeiten, und dem Kunden, ganz gleich, ob dieser eine Firma ist oder eine Privatperson.

Servicefahrer oder Servicefahrerinnen können also viel mehr als einfach nur Auto fahren. Doch das müssen sie besser beherrschen als die meisten anderen Menschen. Denn im Straßenverkehr gibt es mehr als eine Situation am Tag, bei der der Adrenalinspiegel steigt, die Devise aber stets lauten muss: Ruhe bewahren! Damit dies gelingt, sind Stress- und Konfliktbewältigung ebenso Teil der Ausbildung wie Kenntnisse über Hygienevorschriften und die Einhaltung der Kühlkette (für Lebensmitteltransporte) sowie Grundlagen des Vertragsrechts. Und Rechnen. Denn um herauszufinden, wie viele Waren man bei einer Tour überhaupt transportieren kann, werden Volumen und Gewicht der Ladung und damit die Transportkapazität ermittelt.

Servicefahrer/innen planen und arbeiten weitgehend eigenständig und sind für ihre Fahrten und Aufträge größtenteils selbst verantwortlich. Ein klasse Job für alle, die nicht den ganzen Tag im Büro verbringen möchten.

Mögliche Arbeitgeber sind alle Unternehmen, die Servicedienstleistungen anbieten: Kurier-, Express- und Postdienstleister, Reinigungsdienste, Speditionen, Groß- und Einzelhandelsunternehmen sowie Brauereien und soziale Dienste.

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Berufsschule:

Alfred-Müller-Armack
Berufskolleg
Brüggener Str. 1
50969 Köln
Tel: 0221 8201350
Fax: 0221 3606740
E-Mail: ama@ama-berufskolleg.de
Internet: http://www.ama-berufskolleg.de

Foto: Fotolia / auremar

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