Koch/Köchin

Ausbildungsprofil

Der kunstvolle Umgang mit Speisen

Windstärke 8 im Atlantik. Der Luxusliner schwankt beim Durchpflügen der schäumenden Wellenberge. In der Küche geht es im wahrsten Sinne des Wortes „drunter und drüber“. Töpfe rutschen von den Herdplatten, während der Chef de Partie standhaft versucht, das Lachsfilet in der Mitte des Tellers zu platzieren und der Patissier inständig hofft, dass seine mehrstöckige Torte nicht zusammenfällt. Dazu noch die schweißtreibende Temperatur, die Zurufe der Kollegen und die Anweisungen des Küchenchefs. Doch es hilft nichts – Köchinnen und Köche müssen auch unter solchen Bedingungen immer einen kühlen Kopf und sicheren Stand bewahren, damit das Essen punktgenau serviert werden kann. Schließlich freuen sich die Passagiere schon auf das kreative, liebevoll dekorierte Menü. Lohn der Arbeit: Strahlende Gesichter bei den Gästen und Applaus für die Küchencrew.

Auch wenn natürlich nur die wenigsten Köchinnen und Köche beim Arbeiten über die Weltmeere fahren, so hat doch kaum ein anderer Beruf in den letzten Jahren eine solch hohe Beliebtheit und Medienpräsenz erfahren. Kochen ist „in“ und wird mehr und mehr als eine Kunst verstanden. Die Gäste sind interessiert an den verwendeten frischen Produkten und deren raffinierter Zubereitung. Sie möchten bei der Menüfolge beraten werden, stellen Fragen zu Herkunft und Verarbeitung der Lebensmittel oder wollen selbst einen Kochkurs beim Meister belegen.

Die dreijährige Ausbildung hat es in sich, die Anweisungen erfolgen schnell und – je nach Chef oder Chefin – auch nicht immer in dem allerfreundlichsten Ton. Anders geht es aber manchmal nicht, denn neben den zu erlernenden handwerklichen Fähigkeiten bei der Zubereitung von Fleisch- oder Fischgerichten, Salaten, Eier-, Teig- oder Backwaren kommt es darauf an, dass alles immer zum richtigen Zeitpunkt fertig ist. Dabei müssen Hygienevorschriften genau eingehalten werden, was bei so vielen verschiedenen Zutaten eine echte Herausforderung ist und strengste Disziplin erfordert. Zudem erfordert der Beruf neben aller Kochkunst Organisationstalent und kaufmännische Kenntnisse, die in der Ausbildung genauso vermittelt werden wie Ernährungslehre, Warenkunde und Lagerhaltung. Wie bei fast allen Berufen in der Gastronomie müssen Köchinnen und Köche oft bis in den späten Abend hinein arbeiten – für alle Nachteulen also eine gute Tätigkeit, denn langes Schlafen am Morgen ist hier durchaus möglich.

Nach der Ausbildung können sich Köchinnen und Köche auf ein Teilgebiet spezialisieren, zum Beispiel als „Saucier“ (Saucenkoch – verantwortlich für Fonds und Saucen, aber auch für Schmorbraten oder Gulasch) oder als „Gardemanger“ („Koch der kalten Küche“, zuständig unter anderem für Meerestiere, Geflügel und Pasteten). Köchinnen und Köche finden Arbeit in der gesamten Gastronomie wie Hotels, Restaurants, Kantinen oder schulischen Einrichtungen, aber auch bei Reedereien und Unternehmen, die Nahrungsmittel herstellen. Wer nach einigen Jahren Berufserfahrung den Wunsch hat, sich selbständig zu machen, kann ein Restaurant oder einen Cateringservice eröffnen oder als „Mietkoch“ bei seinen Kunden zuhause kochen.

Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen:

Berufskolleg Ehrenfeld
Weinsbergstr. 72
50823 Köln
Tel: 0221 9514930
Fax: 0221 95149313
E-Mail: info@bk-ehrenfeld.de
Internet: http://www.bke-koeln.de /Koch_Koechin.AxCMS

Berufskolleg Bergisch Gladbach
Bensberger Str. 134 -146
51469 Bergisch Gladbach
Tel: 02202 25010
Fax: 02202 250116
E-Mail: info@bkgl.de
Internet: http://www.bkgl.de /Koch_Koechin.AxCMS

Berufskolleg Dieringhausen
Ernährung, Sozialwesen,Technik

Ernst-Zimmermann-Str. 26
51645 Gummersbach
Tel: 02261 96800
Fax: 02261 968079
E-Mail:
info@bk-dieringhausen.de
Internet:
http://www.bk-dieringhausen.de

Foto: IHK Köln

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