Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien

Ausbildungsprofil

Immer schön Ruhe bewahren

Wenn Radiomoderator Max anruft, ist Eile geboten. Er geht in zehn Minuten auf Sendung und hat noch immer den Sendeplan nicht erhalten. Jetzt muss es schnell gehen – gut, dass vorher schon geprüft wurde, ob auch alle Beiträge fertig vorliegen und eingespielt werden können. Ein Aufnahmeteam wird in 20 Minuten auf dem Marktplatz erwartet – welches Team ist frei? Wo ist es gerade und kann es den Termin halten? Antworten auf diese Fragen geben die Kaufleute für audiovisuelle Medien. Sie sorgen im Sendebetrieb dafür, dass alles reibungslos läuft und die Mitarbeiter vor Ort und im Außeneinsatz effizient ihre Arbeit machen können. Wer wird für einen Beitrag eingesetzt? Welches Material ist erforderlich? Wie viele Mitarbeiter – Redakteure, Tontechniker, Spezialisten für besondere Effekte oder Hilfskräfte – müssen mitarbeiten, und wer ist verfügbar? Logisch, dass man hier immer den Überblick behalten muss. Deswegen sollten Kaufleute für audiovisuelle Medien echte Organisationstalente sein, die auch in hektischen Zeiten Ruhe bewahren können. Denn im Rundfunkgeschäft geht es immer hoch her – sei es bei Radio und Fernsehen oder in der Videoproduktion. Aber Organisation ist längst nicht alles. Kaufleute für audiovisuelle Medien müssen äußerst kommunikativ sein und gerne telefonieren. Denn um schnell mal abzuklären, ob der freie Mitarbeiter den Termin für die Abgabe seines Beitrags über die Studentendemo auch einhalten kann, ist der Griff zum Hörer die beste und sinnvollste Methode.

Kaufleute für audiovisuelle Medien brauchen darüber hinaus auch ein gutes Gespür für Zahlen, damit die Kosten einer Medienproduktion nicht aus dem Ruder laufen. Sie kalkulieren die Beiträge und passen auf, dass sie im Budgetrahmen bleiben. Denn so eine Produktion kostet Geld, und das muss irgendwo herkommen. Daher gehört es auch zu den Aufgaben eines Kaufmannes oder einer Kauffrau für audiovisuelle Medien zu prüfen, wie Honorare, Materialien oder Versicherungen bezahlt werden können und ob gegebenenfalls fremde Gelder dafür zum Einsatz kommen. Doch damit ist es noch lange nicht genug. Kaufleute für audiovisuelle Medien sind immer auf dem Laufenden über die Aktivitäten der Konkurrenz, kaufen unter Umständen auch fertige Filmbeiträge und achten wachsam darüber, dass kein Material verwendet wird, für das man nicht die nötigen Rechte oder Lizenzen besitzt.

Kurzum: Kaufleute für audiovisuelle Medien sind das Herz der Medienproduktion. Ob Fernsehen, Video oder Radio – ohne sie läuft nichts. Kaufleute für audiovisuelle Medien arbeiten für Rundfunkanstalten, Filmproduktionsgesellschaften, Medienagenturen und für große Firmen mit eigener Medienproduktion.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:

Joseph-DuMont-
Berufskolleg 2
Escher Str. 217
50739 Köln
Tel: 0221 179030
Fax: 0221 1790330
E-Mail: info@jdbk.de
Internet: http://www.jdbk.de

Foto: bystudio/Fotolia.com

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