Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit

Ausbildungsprofil

Die freundlichen Freizeitspezialisten

Samstagmittag, viertel nach zwei. Die Reisegruppe steht am Empfang der Ferienanlage und möchte die reservierten Blockhäuser beziehen. Manche sind müde, ein bisschen ungeduldig, die Kinder quengeln, sie wollen endlich an den Strand. Da heißt es freundlich bleiben, auf die Wünsche der Kunden eingehen und sich nicht von der allgemeinen Hektik anstecken lassen. Endlich sind alle in ihren Häusern oder – mit der Luftmatratze unter dem Arm – auf dem Weg zum erfrischenden Bad im See. Da kommt schon der Erste, der wissen möchte, ob auch FKK geht, eine Frau beschwert sich, dass die Toilettenspülung in ihrem Haus nicht funktioniert und ein kleiner Junge ist der Mama entwischt, die jetzt suchend durch die Anlage irrt. Man kann es sicher nicht allen recht machen, aber wenn man sich für eine Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit entscheidet, dann sollte man vor allem zwei Dinge mitbringen: Den Willen, seinen Kunden immer behilflich zu sein und – noch wichtiger – eine ordentliche Portion Freundlichkeit und Geduld. Das Schöne an diesem Beruf ist, dass man immer wieder mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammentrifft, genau das Richtige also für alle, die kontaktfreudig sind und gerne „an vorderster Front stehen.“

Kaufleute für Tourismus und Freizeit können den Gästen in Hotels, Ferienparks, auf Campingplätzen oder im Büro der Tourismusinformation stets genau sagen, wo die besten Strände sind, wie man von A nach B kommt und wo es die günstigste Pizza gibt. Welche Sehenswürdigkeiten sind in der Nähe? Wo kauft man ein? Gibt es besondere Angebote für Kinder oder für Senioren? Kaufleute für Tourismus und Freizeit sind die ersten Ansprechpartner bei Beschwerden und für besondere Wünsche. Sie haben ein gutes Gespür für die Bedürfnisse ihrer Gäste und bleiben wachsam, damit sich ihre Kunden wohlfühlen. Das führt dazu, dass sie gefragte „Spezialisten“ sind, wenn es darum geht, neue Dienste und Attraktionen zu entwickeln, ein ausgewogenes Wellnesskonzept zu erstellen oder Werbung für ein bestimmtes Angebot im Freizeitbereich zu machen. Dann arbeiten sie mit an Werbeaktionen und helfen, diese Angebote genau auf den Bedarf der künftigen Gäste abzustimmen.

Bei alldem müssen sie aber auch etwas mit Zahlen anfangen können, denn zu einem vernünftigen Konzept gehört natürlich eine solide Kalkulation – also das Berechnen der Kosten, die für eine Maßnahme anfallen. Da sich Kaufleute für Tourismus und Freizeit auch darum kümmern, dass zum Beispiel in einer Ferienanlage immer alles funktioniert, müssen sie im Bedarfsfall Angebote einholen und vergleichen. Darüber hinaus erstellen sie je nach Arbeitsort auch selbst Rechnungen und bereiten die Buchhaltung vor.

Kaufleute für Tourismus und Freizeit arbeiten unter anderem bei Tourismusorganisationen und -verbänden, auf Campingplätzen und in Ferienanlagen, in Kur- und Wellnessbetrieben, bei Reiseveranstaltern, Verkehrsämtern oder auch in Eventagenturen

Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:

Alfred-Müller-Armack
Berufskolleg
Brüggener Str. 1
50969 Köln
Tel: 0221 8201350
Fax: 0221 3606740
E-Mail: ama@ama-berufskolleg.de
Internet: http://www.ama-berufskolleg.de

Foto: ahrenssteinbach/IHK Köln

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