Chemielaborant/-in

Ausbildungsprofil

Die Teilchen-Verkuppler

Sie begleitet uns durch den Alltag. Schon morgens verwöhnt sie unsere Haut und Geruchsnerven, wenn wir duschen. Der Linseneintopf aus der Dose verdankt ihr seinen deftigen Geschmack und die lange Haltbarkeit. Ob in Lebensmitteln, Pflegeprodukten oder anderen Utensilien, die uns im Haushalt umgehen: Chemie steckt fast überall drin. Doch wer weiß schon, welche Inhaltsstoffe für den blumigen Duft des Duschgels verantwortlich sind und warum das Dosengericht nicht so schnell verdirbt? Na, klar, die Chemielaboranten.

Nicht nur in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie forschen, entwickeln und produzieren sie, auch in Pharmaunternehmen, an medizinischen und naturwissenschaftlichen Instituten, bei Farb-und Lackherstellern und Umweltämtern sind sie beschäftigt. In Zusammenarbeit mit Chemikern und Ingenieuren zerlegen sie chemische Stoffe in ihre Einzelteile oder vereinen sie miteinander.

Mit Hilfe von technischen Geräten können sie ihre Eigenschaften und Struktur ermitteln. Flüssige Gemische trennen sich, indem sie diese beispielsweise durch einen Filter geben oder destillieren. Um neue chemische Substanzen herzustellen, entwickeln und optimieren die Fachleute die Verfahren, mit denen sie bestimmte Stoffe mischen können. Jedes Versuchsergebnis dokumentieren sie am Computer und werten es aus.
Trotz der zahlreihen und unterschiedlichen Experimente sieht es im Labor nie chaotisch aus. Chemielaboranten sollten gut organisiert sein und ihre Materialien, die sie benötigen, immer bereitlegen. Bereits kleinste Verunreinigungen in Reagenzgläsern oder Gefäßen können den Test allerdings beeinflussen. Daher ist die Sauberkeit im Labor oberstes Gebot. Chemielaboranten sind auch Experten in Sachen Laborsicherheit und kennen sich mit Vorschriften für Gesundheit und Umweltschutz aus. Sie tragen bei der Arbeit stets Schutzkleidung. Um Unfälle mit gefährlichen Chemikalien zu vermeiden, müssen sie konzentriert und sorgfältig bei der Sache sein.

Die Ausbildung zum Chemielaboranten dauert insgesamt dreieinhalb Jahre. Während dieser Zeit kommt die Experimentierfreude nicht zu kurz. Mathematik-, Physik- und Computerkenntnisse sind eine gute Grundlage für das naturwissenschaftliche Arbeiten. Und wer den beruflichen Aufstieg plant, kann sich zum Techniker der Fachrichtung Chemietechnik weiterbilden, seinen Chemiemeister machen oder alternativ Chemie studieren.

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen:

Berufskolleg Kartäuserwall
Kartäuserwall 30
50676 Köln
Tel: 0221 22191930
Fax: 0221 22191940
E-Mail: buero@bk-kartaeuserwall.de
Internet: http://www.bk-kartaeuserwall.de

Berufskolleg Simmerath
Am Obersteinfeld 8
52222 Stolberg
Telefon+49 2402 9512-0
Fax+49 2402 9512-95
E-Mail:bk-stolberg@bk-simmerath-stolberg.de
Internet: http://www.bksimmerathstolberg.de

Berufskolleg für Gestaltung
und Technik
Neuköllner Str. 15
52068 Aachen
Telefon: +49 241 95881-0
Fax: +49 241 9622333
E-Mail: InfoGuT@berufskolleg-aachen.de
Internet: http://www.berufskolleg-aachen.de


Foto: IHK Köln

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