Biologielaborant/-in

Ausbildungsprofil

Die Detektive der Mikrowelten

"Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und..": Diesen Rat kennt jeder in- und auswendig. Denn der Beipackzettel eines Medikaments enthält wichtige Informationen über Wirkung, Anwendung und mögliche Nebenwirkungen. Bevor zum Beispiel eine Tablette gegen Kopfschmerzen in der Apotheke erhältlich ist, wird sie zuvor auf ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit getestet. Und hier kommen die Biologielaboranten ins Spiel: Unter Anleitung von Biologen oder Medizinern nehmen sie den Tabletten-Stoff gründlich unter die Lupe und entschlüsseln seine Wirkung auf den menschlichen Körper.

Aber nicht nur in medizinischen Forschungseinrichtungen oder Pharmaunternehmen löst man derartige Rätsel. Auch in der Kosmetikindustrie, bei Lebensmittelherstellern,in der Botanik oder bei Herstellern von Pflanzenschutzmitteln und sogar in Krankenhäusern gehen Biologielaboranten den Geheimnissen des Lebens auf den Grund. In modern ausgestatteten Laboren planen sie Schritt für Schritt die Abläufe ihrer Experimente und bereiten die entsprechenden Verfahren vor. Unter dem Elektronikmikroskop untersuchen sie Viren und Bakterien, kontrollieren ihr Verhalten und Wachstum oder überwachen die Reaktion von Eiweißen, Zellen, Blut oder Gewebeproben in einer chemischen Lösung. Ein und derselbe Versuch wird zigmal wiederholt - schließlich darf keine Kleinigkeit dem Experten entgehen. Dabei dokumentieren sie jedes einzelne Ergebnis mit speziellen Computer-Programmen.

Da die Forschung mit Tierversuchen arbeitet, gehört es auch zu den Aufgaben der Biologielaboranten, Tiere zu narkotisieren und neue Wirkstoffe an ihnen zu testen - eine entsprechende Allergie dürfen sie dabei nicht haben. Darüber hinaus helfen sie bei der Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln und weisen den Befall von Parasiten nach.

Die Biologielaboranten tragen im Berufsalltag eine hohe Verantwortung. Schon ein falscher Handgriff kann zum Beispiel zu Unfällen mit gefährlichen Mikroorganismen oder giftigen Chemikalien führen. Damit so etwas gar nicht passiert, arbeiten die Laborkräfte konzentriert und sorgfältig.

In der dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Biologielaboranten kommen diejenigen, die sich für naturwissenschaftliche Experimente begeistern, voll auf ihre Kosten. Computerkenntnisse und technisches Verständnis sind ebenfalls von Vorteil. Wer sein Wissen und seine Fähigkeiten nach der Ausbildung vertiefen möchte, kann sich unter anderem zum Biotechniker weiterbilden.

Fortbildungsmöglichkeiten (Auswahl)
Industriemeister/in Fachrichtung Chemie

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschulen:

Foto: Contrastwerkstatt/Fotolia.com

Berufskolleg Kartäuserwall
Kartäuserwall 30
50676 Köln
Tel: 0221 22191930
Fax: 0221 22191940
E-Mail: buero@bk-kartaeuserwall.de
Internet: http://www.bk-kartaeuserwall.de

Foto: IHK Köln

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