Lacklaborant/-in

Ausbildungsprofil

Sie bringen Farbe in den Alltag

Der neue Prototyp des großen Automobilherstellers glänzt noch in feuerverzinktem Silbergrau. Doch längst ist im Laboratorium die Farbe kreiert worden, die jene Limousine im Straßenverkehr so einzigartig erscheinen lässt. Auch die Fertigungsroboter in der automatisierten Produktionsstraße sind mit speziellen Lacken beschichtet., um den beständigen Anforderungen im Fabrikationsalltag gewachsen zu sein. Beschichtungsstoffe oder Beschichtungssysteme: Das ist das Thema, mit dem sich Lacklaborantinnen und Lacklaboranten beschäftigen. Sie bringen überall Farbe ins Spiel. In Forschungslaboratorien untersuchen sie die Eigenschaften von Lacken und Farben. Oder sie entwickeln gar ganz neue Beschichtungen auf der Grundlage besonderer Kundenwünsche. Denn der Kontakt mit Auftraggebern gehört durchaus zum Aufgabengebiet dieses anspruchsvollen Berufs.

Lacklaborantinnen und Lacklaboranten planen eigenständig Versuche und führen sie auch aus, um neue Beschichtungssysteme zu finden oder aber die Zusammensetzung und Eigenschaften ihrer Ausgangsstoffe und Produkte zu untersuchen. Das ist die Basis, um sie für die unterschiedlichsten Untergründe zu optimieren - egal, ob Holz, Kunststoff, Metall, Stein oder Beton. Ebenso müssen sie die Oberflächen von Farben und Lacken sowie ihre Haltbarkeit genau beurteilen, um kundenspezifische Lösungen zu entwickeln. Die Ergebnisse analysieren und dokumentieren sie am Rechner.

Forschung und Entwicklung sind also Schwerpunkte ihrer Arbeit. Ihr Einsatzort sind die Laboratorien der chemischen Industrie, bei Farb- und Lackherstellungsbetrieben oder in der Lack verarbeitenden Industrie, etwa im Automobil- und Schiffbau, der Möbelherstellung sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Sie messen, untersuchen und werten ihre Ergebnisse sorgfältig aus. Dabei müssen sie die gesetzlichen Bestimmungen des Gesundheits- und Umweltschutzes genau beachten, arbeiten sie doch häufig mit gefährlichen Chemikalien und Stoffen. Das erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.

Lacklaborantinnen und Lacklaboranten müssen sich mit Mathematik auskennen, damit sie den Materialverbrauch für die Herstellung ihrer Produkte ausrechnen können. Klar auch, dass ohne Chemie und Physik nichts geht, schließlich bauen sie eigene Versuchsreihen auf. Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit sind gefragt, um langwierige Messreihen zu beobachten. Und weil sie Reagenzien pipettieren, kommen sie ohne gutes Fingergeschick und eine ausgeprägte Auge-Hand-Koordination nicht aus. Um auf dem Laufenden zu bleiben, gehört fremdsprachige Fachliteratur zur berufsbegleitenden Lektüre.

Wer diesen Beruf erlernen möchte, sollte technisches Verständnis für die Reparatur von chemisch-technischen Anlagen und gute Merkfähigkeit mitbringen, um das Fachwissen aus Büchern, Herstellungs- und Versuchsvorschriften bei Bedarf abrufen zu können. Die Ausbildung in diesem Beruf findet sowohl beim Arbeitgeber als auch in einer Berufsschule statt. Dabei werden zunächst der Umgang mit Messdaten, das Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen und die Methoden zur Vorbereitung von Untergründen gelehrt. Die Unternehmen stellen meist Bewerber mit mittleren Bildungsabschlüssen ein. Der Beruf hat durch das Angebot von Wahlqualifikationen eine flexible Ausbildungsstruktur.

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Berufsschule:

Berufskolleg Kartäuserwall
Kartäuserwall 30
50676 Köln
Tel: 0221 22191930
Fax: 0221 22191940
E-Mail: buero@bk-kartaeuserwall.de
Internet: http://www.bk-kartaeuserwall.de

Foto: IHK Köln

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