Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

Ausbildungsprofil

Nass werden gehört dazu

Am Rand der Stadt soll eine neue Siedlung entstehen, in Kürze will die Stadtverwaltung von Kleinschönkirchen dort erste Grundstücke zum Kauf anbieten. Zudem sollen in dem Neubaugebiet eine Schule, ein Kindergarten und ein Einkaufszentrum errichtet werden. Und damit Häuser, Geschäfte und alle anderen Einrichtungen mit dem Auto, dem Fahrrad oder auch zu Fuß gut zu erreichen sind, müssen neue Wege und Straßen her. Die Verwaltung von Großneufeld plant dagegen eine neue Umgehungsstraße, damit Autos und Lastzüge auf dem Weg zum benachbarten Gewerbegebiet nicht mehr durch die schmalen Gassen der Gemeinde fahren müssen. An der Planung und schließlich an der Umsetzung solcher Vorhaben in Kleinschönkirchen und Großneufeld sind Fachkräfte für Straßen-und Verkehrstechnik maßgeblich beteiligt.

Die Experten für solche Bauvorhaben arbeiten daher oft an der frischen Luft - und das bei jedem Wetter und jeder Witterung - egal, ob es regnet oder schneit. Denn das Ausführen von Vermessungsarbeiten und die Überwachung von Baustellen gehören ebenso zum Berufsalltag wie das Entwerfen und Berechnen von Straßen, Radwegen oder Fußgängersteigen auf dem Papier und am Computerbildschirm im trockenen Büro. Diese Fachkräfte sind sowohl tätig im Öffentlichen Dienst, also bei Landkreisen, Kommunen oder Stadtverwaltungen, als auch bei Bauunternehmen und Ingenieurbüros. Dort verarbeiten sie Zahlenmaterial aller Art. So erheben sie Verkehrsdaten, fertigen Bauzeichnungen an, kalkulieren den Materialbedarf für eine Baumaßnahme und deren Kosten. Und sie sorgen letztlich für die Mobilität der Menschen und arbeiten auch für die Sicherheit aller im Straßenverkehr. Dabei kennen sich diese Fachleute mit den Gesetzen des Straßenrechts und des Straßenverkehrsrechts sowie des Natur- und Umweltschutzes ebenso gut aus wie mit den Vorschriften der Straßenverkehrstechnik und der Straßenbautechnik.

Wer diesen Beruf ergreifen möchte, sollte vor viel Mathematik und dem täglichen Umgang mit dem Computer keinesfalls zurückschrecken. Das räumliche Vorstellungsvermögen sollte ausgeprägt sein, ebenso das schriftliche Ausdrucksvermögen und das Verständnis für Sprache. Die Lektüre von oftmals komplizierten Gesetzes- und Verwaltungstexten zählt ebenfalls zu den Aufgaben. Fachkräfte für Straßen- und Verkehrstechnik, die im Öffentlichen Dienst tätig sind, fertigen beispielsweise Ausschreibungen für anstehende Bauvorhaben an. Sorgfalt bei der Arbeit und ein großes Maß an Flexibilität gehören daher zu den Anforderungen.

Die Ausbildung in diesem Beruf findet sowohl beim Arbeitgeber als auch in einer Berufsschule statt. Dabei werden zunächst die Handhabung und der Umgang mit Zeichengeräten vermittelt - dafür sollte ein gewisses zeichnerisches Talent vorhanden sein.

Ausbildungsdauer: Drei Jahre

Berufsschulen:

Hans-Schwier-Berufskolleg
Heegestraße 14
45897 Gelsenkirchen
Deutschland
Tel: 0209 - 95976-0
Fax: 0209 - 95976-33
E-Mail: info@hsbk-ge.de
Internet: http://hsbk-ge.de


Foto: IHK Köln

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