Fachangestellte/-r für Medien- und Informationsdienste

Ausbildungsprofil


Profis der Informationsvermittlung

Archivare, Bibliothekare, Dokumentare? Sind das nicht diese streng dreinblickenden, etwas verstaubten Individuen im grauen Kittel, die man sich an einem kleinen Tisch inmitten von schier unüberschaubaren Aktenbergen vorstellt? In einem Raum ohne Fenster, an der Decke ein flackerndes Neonlicht und ohne Kontakt zur Außenwelt? Nun, vielleicht gibt es sie – in Filmen oder Büchern, auf alten Bildern oder in Comics. In Wahrheit aber ist die Tätigkeit in einem Archiv oder in einer Bibliothek eine richtig spannende Sache.

Um sie professionell auszuüben, kann man den Beruf des/der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ergreifen und entweder im öffentlichen Dienst oder in der Privatwirtschaft arbeiten. Zum Beispiel in Stadt- und Staatsarchiven, Kirchen- oder Wirtschaftsarchiven, in Medien- oder Pressearchiven, bei Rundfunk und Fernsehen, in öffentlichen, wissenschaftlichen oder firmeneigenen Bibliotheken, in Bildagenturen, Museen, Hochschulen… Erstaunlich groß ist die Anzahl der möglichen Arbeitgeber in diesem Beruf.

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste beschaffen Medien, also Bücher, Bilder, Filme, Dokumente etc., bereiten diese für die Nutzung durch die Öffentlichkeit (z.B. Bibliothek) oder durch einen bestimmten Personenkreis (z.B. firmeneigenes Archiv) vor und helfen dabei, die richtigen Informationen zu finden. Eine fachgerechte und natürlich freundliche Beratung und Betreuung von Nutzern und/oder Kunden ist dabei sehr wichtig, denn bei der Fülle an Informationen und Datenträgern in einem Archiv oder einer Bibliothek verliert man als normaler Besucher schnell den Überblick und ist auf professionelle Hilfe angewiesen.

Damit der/die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste diesen Überblick immer behält, muss er oder sie die gängigen technologischen und organisatorischen Hilfsmittel, etwa bestimmte Computerprogramme oder Ordnungsprinzipien und -systeme, verwenden können sowie die richtigen Informationsquellen und Beschaffungswege kennen. Die Beachtung von Grundsätzen des Datenschutzes, der Datensicherheit und der Datensicherung muss dabei stets gewährleistet bleiben. Wichtig für die erfolgreiche Ausübung dieses Berufes sind aber auch grundlegende Kenntnisse über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge. Denn wo es um die Beschaffung, also den Erwerb von Informationsträgern geht, gibt es auch immer ein Budget, das eingehalten werden muss, Rechnungen, die es zu bearbeiten gilt, und Kassenbestände, die kontrolliert werden wollen.

Da auch im Bereich der Medien und Informationen Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen, müssen Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste stets über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden sein. Das erfordert über die tägliche Arbeit hinaus ein hohes Maß an Eigeninitiative. Außerdem sind für diesen Beruf gute Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch, unverzichtbar, denn viele Medien und Informationen sind nicht in Deutsch verfügbar und zahlreiche Nutzer bzw. Kunden sprechen kein oder nur wenig Deutsch, sollen aber trotzdem fachgerecht und freundlich beraten werden können.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und beinhaltet die Spezialisierung auf eine der folgenden Fachrichtungen: Archiv, Bibliothek, Bildagentur, Information und Dokumentation oder Medizinische Dokumentation.

Wie die Berufsausbildung im täglichen Geschäft aussieht, können Sie in diesem Kurzfilm von BR Alpha sehen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschulen:

Joseph-DuMont-
Berufskolleg 2
Escher Str. 217
50739 Köln
Tel: 0221 179030
Fax: 0221 1790330
E-Mail: info@jdbk.de
Internet: http://www.jdbk.de /3436_Fachangestellte__r_fuer_Medien__und_Infor.AxCMS

Foto: IHK Köln