Tankwart/-in

Ausbildungsprofil

Rat und Tat für Fahrzeugbesitzer

Schon wieder ist das Benzin teurer geworden, aber es hilft ja nichts – wer Auto fahren will, muss tanken, und zwar an der Tankstelle. Tankdeckel auf, Kraftstoff rein, Tankdeckel zu und ab zur Kasse. „Benötigen Sie vielleicht noch etwas Öl?“, fragt da eine Stimme von hinten. „Soll ich einmal nachsehen?“ Es ist der Tankwart, der hier freundlich seine Hilfe anbietet. Er hat gerade ein anderes Auto betankt, als Sie kamen. Doch jetzt steht er Ihnen zur Verfügung – wenn Sie wollen. Ach ja, nach dem Öl könnte man wieder mal schauen. Also die Motorhaube auf, damit der Herr das prüfen kann. „Alles in Ordnung. Gute Fahrt.“ Prima, der wollte ja wirklich nur kurz nachsehen. Jetzt aber an die Kasse, und dann los. Echt guter Service hier, ich komme wieder – auch wenn die Benzinpreise verrückt spielen, der Tankwart kann ja nichts dafür.

Freundlich auf Kunden zugehen können ist eine gute Voraussetzung für den Beruf des Tankwarts oder der Tankwartin. Vor allem aber muss man Interesse an technischen Dingen haben und handwerklich ein wenig begabt sein. Denn Tankstellen sind heute oft Dienstleistungsbetriebe, die viel mehr anbieten als Kraft- und Schmierstoffe. Ölwechsel, Reifenwechsel, Zündkerzenwechsel – je nach Größe werden auch Prüfarbeiten an Fahrzeugen und kleinere Reparaturen vorgenommen oder Sonderzubehör eingebaut. Ein Tankwart oder eine Tankwartin übernimmt außerdem Aufgaben im Verkauf und kümmert sich um die Präsentation von Waren im Shop, der heute an keiner Tankstelle fehlt. Dazu kommen kaufmännische Arbeiten, wie zum Beispiel die Tagesabrechnung, sowie die Lagerverwaltung und manchmal auch Tätigkeiten, die nicht direkt mit der Tankstelle zu tun haben, etwa wenn ein Gebrauchtwagenhandel oder eine Waschanlage angeschlossen sind. Auch hier beraten Tankwarte und Tankwartinnen die Kunden in allen Belangen, die das Fahrzeug betreffen.

Als Tankwart/in arbeitet man ziemlich selbständig und ist meist in Kontakt mit den Kunden, die man bedient und berät. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind unabdingbar, ebenso sollte man bereit sein, im Schichtdienst zu arbeiten, denn viele Tankstellen haben rund um die Uhr geöffnet. Man ist den ganzen Tag auf den Beinen, das setzt körperliche Fitness voraus. Der Umgang mit chemischen Substanzen und Kraftstoffen verlangt außerdem gesunde Haut und Atemwege. Arbeitsorte sind in erster Linie Tankstellen oder Firmen mit angeschlossenem Tankstellenbetrieb.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Nicolaus-August-Otto
Berufskolleg
Eitorfer Str. 16
50679 Köln
Tel: 0221 22191141
Fax: 0221 22191136
E-Mail: naob-sekretariat@schulen-koeln.de
Internet: http://www.naob-koeln.de

Foto: Shop Strategen/Fotolia.com

Wie bewerten Sie diese Seite?

Absenden

Vielen Dank für Ihr Feedback!