Mathematisch-Technischer Softwareentwickler/ Mathematisch-Technische Softwareentwicklerin

Ausbildungsprofil

Tüftler und Entwickler

Wenn Computernutzer verzweifelt vor ihrem Rechner sitzen, weil dieser mal wieder alles macht, nur nicht das, was er soll, dann beginnt es für Sven erst richtig interessant zu werden. Denn ihn interessiert es sehr, an welcher Stelle die Software verrücktspielt und optimiert werden muss. Als Tüftler mit ausgezeichneten Kenntnissen in Mathematik und hohem logischen Denkvermögen wendet er für seine Arbeit als mathematisch-technischer Softwareentwickler mathematische Verfahren und Lösungsalgorithmen an und setzt diese programmtechnisch um. Das klingt kompliziert, ist aber für Menschen wie Sven eine ganz einfache Sache. Mathematik hat ihn schon in der Schule fasziniert, und das Schreiben von einfachen Programmen für Computer hat er eigentlich immer als eine Art Hobby gesehen. Nur gut, dass er dieses Hobby zum Beruf machen konnte.

Für alle, die ebenfalls eine besondere Schwäche für Mathematik, Technik und Computer haben, ist diese Ausbildung sehr zu empfehlen, nicht zuletzt deshalb, weil sie sehr gute Zukunftsperspektiven bietet. Mathematisch-technische Softwareentwickler/innen können aber viel mehr, als kleine Defekte in bestehenden Programmen beheben. Sie entwickeln und schreiben selbst komplexe Computerprogramme und zaubern die schönsten Softwareanwendungen auf den Bildschirm. Dafür nehmen sie die Bedürfnisse ihrer Kunden genau unter die Lupe und vergewissern sich während des von ihnen dokumentierten Entwicklungsprozesses immer wieder, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist. Meist erfolgt eine solche Entwicklung im Team. Hier übernehmen mathematisch-technische Softwareentwickler/innen oft die Projektleitung und sorgen für ein reibungsloses Arbeiten der Teammitglieder untereinander, die manchmal aus ganz verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens kommen. Mit gängigen Testprinzipien und -verfahren werden die Programme schließlich wieder und wieder geprüft, bis am Ende genau die Lösung entsteht, die ein Kunde für sein Geschäft oder eine Abteilung für ihre Arbeit braucht.

Die wichtigste persönliche Voraussetzung für diesen Beruf – und das sagt schon der Name – ist ein ausgeprägtes Interesse an der Mathematik. Denn zur Lösung von Problemen aus Informatik, Technik, Naturwissenschaften und auch aus der Wirtschaft allgemein wenden mathematisch-technische Softwareentwickler/innen immer mathematische Modelle an. Außerdem gehören Freude am analytischen und systematischen Denken und Arbeiten sowie Spaß am Programmieren dazu. Ein generelles Interesse an allen Themen, die mit der Informatik zu tun haben, ist hilfreich. Zudem sollte man bereit sein, sich ständig auf dem Laufenden zu halten, denn auf kaum einem anderen Gebiet gibt es in so kurzer Zeit so viele Neuentwicklungen. Da die meisten Fachbücher nur auf Englisch vorliegen, sind gute bis sehr gute Englischkenntnisse unverzichtbar.

Mathematisch-technische Softwareentwickler/innen finden Arbeitsmöglichkeiten in Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen aus IT und Kommunikationstechnik entwickeln und anbieten. Dies können beispielsweise Softwarefirmen oder Systemhäuser sein. Aber auch große Unternehmen, wie Banken, Versicherungen und Energiekonzerne sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind mögliche Arbeitgeber.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre


Foto: IHK Köln

 

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