Dok.-Nr. 233420

Ausbildungsprämie unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, die trotz Corona-Krise ausbilden

Unternehmen erhalten eine Prämie für jeden neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag

Das vom Bundeskabinett in der Allianz für Aus- und Weiterbildung angekündigte und im Konjunkturpaket konkretisierte Bundesprogramm „Ausbildung sichern“ richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) , die durch die COVID-19-Krise "in erheblichem Umfang betroffen" sind. Dies ist in der Regel der Fall, wenn z. B. in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens ein Monat Kurzarbeit durchgeführt wurde oder Umsatzeinbrüche in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 zu verzeichnen waren.

Wesentlicher Förderzweck der fünf Säulen des Programms:
1. Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus
Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen durch einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

2. Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus
Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen - anstelle der Förderung über 2.000 Euro - durch einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro für jeden über das frühere Ausbildungsniveau zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt auch in diesem Falle nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

3. Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung
Relevant für Betriebe, die aufgrund von COVID-19 einen Arbeitsausfall von mindestens 50 % zu verzeichnen haben und trotzdem Ausbilder und Azubis nicht in Kurzarbeit bringen. Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie. Sie ist befristet auf Zeiten bis zum 31. Dezember 2020.

4. Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung
Auszubildende aus KMU, deren Geschäftsbetrieb aufgrund von COVID-19 nicht oder nur in erheblich geringerem Umfang aufrecht erhalten werden kann, können und ihre Ausbildung im Rahmen eines Ausbildungsverbunds in einem anderen KMU oder einer ÜBS fortführen. Antragsberechtigt ist hier das aufnehmende KMU bzw. die ausbildende ÜBS. Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie. Sie ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

5. Übernahmeprämie
KMU, die einen Azubi aus einem pandemiebedingt insolventen Unternehmen in Ausbildung übernehmen, können hierfür ebenfalls eine Prämie in Höhe von 3.000 EUR pro Azubi erhalten. Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie. Sie ist befristet auf Zeiten bis zum 30. Juni 2021.

Wichtig: Eine gleichzeitige Förderung für ein und denselben Azubi nach Maßnahme (4) und (5) ist ausgeschlossen!

Hinweise zur Antragstellung:
Anträge auf Förderung sind hinsichtlich der Maßnahmen (1) bis (3) und (5) bei der für das jeweilige Unternehmen örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.
Die Antragstellung zu Maßnahme (4) sowie weitere Details der Durchführung werden noch im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung erörtert.

Die IHK Köln berät ihre Mitgliedunternehmen gerne zur Beantragung, sobald das genaue Verfahren feststeht.


Johannes Juszczak Aus- und Weiterbildung 0221 1640-6400 0221 1640-6490 johannes.juszczak@koeln.ihk.de

Johannes Juszczak

Aus- und Weiterbildung

0221 1640-6400

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