Dok.-Nr. 233420

Durch das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ werden kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, die trotz Corona-Krise ausbilden

Unternehmen erhalten eine Prämie für jeden neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag

Update (23. März 2021):

Am 17.03.2021 hat das Bundeskabinett die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen. Neben der Verdopplung der Ausbildungs- und Übernahmeprämien werden die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit und die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung verbessert. Außerdem werden Kosten für externe Vorbereitungskurse anteilig übernommen, die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver und Kleinstunternehmen werden in Form eines Sonderzuschusses unterstützt. Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Wichtiger Hinweis: Sobald die zweite Änderung der Ersten Förderrichtlinie für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" gegengezeichnet und im Bundesanzeiger bekanntgemacht wurde bzw. die Änderungen in Kraft treten, finden Sie hier nähere Informationen zur Antragsstellung und den Antragsvoraussetzungen im Zusammenhang mit der besonderen Betroffenheit durch die Corona-Pandemie. Dies soll noch im März 2021 geschehen.

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Das vom Bundeskabinett in der Allianz für Aus- und Weiterbildung angekündigte und im Konjunkturpaket konkretisierte Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise "in erheblichem Umfang betroffen" sind.

Wesentlicher Förderzweck der Säulen des Programms:
1. Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus

Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen durch einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

2. Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsprämie plus)
Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen - anstelle der Förderung über 2.000 Euro - durch einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro für jeden über das frühere Ausbildungsniveau zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt auch in diesem Falle nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

Ausbildungsbetriebe werden künftig mit Ausbildungsprämien gefördert, wenn sie im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr). Es werden Ausbildungsverhältnisse mit Ausbildungsbeginn zwischen 24.06.2020 bis 15.02.2021 gefördert (bisher: 01.08.2020 bis 15.02.2021).

3. Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung
Relevant für Betriebe, die aufgrund von COVID-19 einen Arbeitsausfall von mindestens 50 % zu verzeichnen haben und trotzdem Ausbilder und Azubis nicht in Kurzarbeit bringen. Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis einschließlich Dezember 2020).

4. Übernahmeprämie
Unternehmen, die einen Azubi aus einem pandemiebedingt insolventen Unternehmen in Ausbildung übernehmen, können hierfür ebenfalls eine Prämie in Höhe von 3.000 EUR pro Azubi erhalten. Sie ist befristet auf Zeiten bis zum 30. Juni 2021.

5. Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung

UPDATE: Ab Anfang November 2020 ist es für KMU oder Ausbildungsdienstleister, wie beispielsweise überbetriebliche Berufsbildungsstätten möglich, eine Prämie in Höhe von 4000€ für Auftrags- oder Verbundausbildungen zu beantragen. Dies ist der Fall, wenn sie Auszubildende vorübergehend über einen Mindestzeitraum von sechs Monaten ausbilden, die ihre Ausbildung nicht im eigenen Betrieb beginnen oder weiterführen können, weil dieser vollständig oder zu wesentlichen Teilen aufgrund der Corona-Pandemie von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist. Der Förderzeitraum erstreckt sich bis zum 30. Juni 2021.

Wichtig: Eine gleichzeitige Förderung für ein und denselben Azubi nach Maßnahme (4) und (5) ist ausgeschlossen!

Hinweise zur Antragstellung:
Anträge auf Förderung sind hinsichtlich der Maßnahmen (1) bis (3) und (4) bei der für das jeweilige Unternehmen örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.

Die Antragsformulare sowie Hinweise zur Antragstellung finden Sie auf den Seiten der Agentur für Arbeit.

Die Antragstellung zu Maßnahme (5) erfolgt bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

Die Antragsformulare sowie Hinweise zur Antragstellung finden Sie auf den Seiten der Knappschaft-Bahn-See

Bestätigung der IHK
Unter den Formularen zur Antragsstellung bei der Agentur für Arbeit und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See finden sich jeweils auch Bescheinigungen, die von der IHK auszufüllen sind. Bitte senden Sie uns diese Formulare ausschließlich per E-Mail an das Postfach ausbildungspraemie@koeln.ihk.de. Wir werden die unterschriebene Bestätigung dann schnellstmöglich per E-Mail an Sie zurücksenden. Diese fügen Sie dann bitte anschließend dem Antrag bei der jeweiligen Stelle bei.

Wichtig: Bitte füllen Sie das Formular für die Beantragung der Ausbildungsprämie (plus) möglichst vollständig zur Gegenprüfung aus. Unter dem Punkt "Anzahl der neuen Ausbildungsverträge (mit Ausbildungsbeginn) in den Ausbildungsjahren 2017-2019" sind nur die Verträge aufzuführen, die über die Probezeit hinaus Bestand hatten.

Für Rücksprachen steht die Ausbildungsberatung der IHK Köln zur Verfügung:
Tel. 0221 1640 6630
E-Mail:
ausbildungspraemie@koeln.ihk.de


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