Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Was Sie als Arbeitgeber beachten müssen

Unter dem Begriff "Arbeitsschutz" versteht man Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz, also die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich der menschengerechteren Gestaltung der Arbeit. Dazu gehören auch Fragen der Arbeitszeit (z. B. Sonn- und Feiertagsarbeit) und des Schutzes besonders schutzbedürftiger Personengruppen (z. B. Jugendliche, Schwangere).

Grundlegende Rechtsvorschriften im Bereich des betrieblichen Arbeitsschutzes sind:

  • das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) mit seinen Verordnungen (Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), Bildschirmarbeitsplatzverordnung (BildscharbV), PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV), Baustellenverordnung (BaustellV), Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV), Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV), Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und Technischen Regeln
  • das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz, ASiG)
  • Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) - Gesetzliche Unfallversicherung
  • Berufsgenossenschaftliche Vorschriften BGV der zuständigen Berufsgenossenschaften

Verantwortlich für den Arbeitsschutz im Betrieb ist der Arbeitgeber. Er muss unter anderem Arbeitsstätten, Maschinen, Geräte, Anlagen usw. so einrichten und unterhalten sowie den gesamten Betrieb so organisieren, dass man als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer gegen Gefahren für Leben und Gesundheit geschützt ist. Er muss Maßnahmen durchführen, die Unfälle bei der Arbeit und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren verhüten und zu einer menschengerechten Gestaltung der Arbeit führen.

Als Grundlage die Schaffung einer geeigneten Arbeitsschutzorganisation dient die Gefährdungsbeurteilung, die jeder Arbeitgeber durchzuführen hat. Dabei werden alle voraussehbaren Arbeitsabläufe in einem Unternehmen betrachtet und auf Gefährdungspotentiale bewertet. Hierbei sind sowohl alltägliche als auch nicht gewöhnliche Arbeitszustände wie z.B. Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten einzubeziehen.

Um die dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung dienenden Vorschriften den besonderen Betriebsverhältnissen entsprechend anzuwenden, muss der Arbeitgeber in der Regel eine sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung in seinem Unternehmen bestellen.

Klein- und Kleinstbetriebe können zwischen der traditionellen Regelbetreuung mit meist festen Einsatzzeiten der Sicherheitskraft sowie des Betriebsarztes und einer sog. Alternativen bedarfsorientierten Betreuung wählen. Nähere Informationen zur Betreuung enthält das im Downloadbereich zur Verfügung stehende Merkblatt.

Anlaufstellen in allen Fragen zur Arbeitssicherheit sind die jeweils zuständigen Berufsgenossenschaften (BG) als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Diese bieten neben der Beratung auch umfangreiche Literatur und schulen die mit Aufgaben der Arbeitssicherheit betrauten Personen. Über www.dguv.de finden Sie alle BG-Vorschriften sowie weitere Datenbanken zum Thema Arbeitsschutz. Hier finden Sie außerdem eine Liste mit den Kontaktdaten aller Berufsgenossenschaften.

Außerdem kann das Beratungsangebot der Bezirksregierungen in Anspruch genommen werden. Die Bezirksregierungen überwachen mit ihren Arbeitsschutzdezernaten (Dezernate 55 und 56) den Arbeitsschutz in den Betrieben sowie die Sicherheit von Technik und Produkten. Sie geben bei ihrer Überwachungstätigkeit und in Verwaltungsverfahren Auskünfte und beraten den Arbeitgeber hinsichtlich seiner Verpflichtungen im Arbeitsschutz. Des Weiteren informieren sie über mögliche Wege, diese Anforderungen zu erfüllen.

Kontaktdaten Bezirksregierung Köln

Dezernat 55 (Technischer Arbeitsschutz)
0221-147-2055
telefonische Sprechzeiten: 8:30 - 15:00 Uhr (Mo - Do)


Dezernat 56 (Betrieblicher Arbeitsschutz)
0221-147-2056
telefonische Sprechzeiten: 8:30 - 15:00 Uhr (Mo - Do)

Externe Links:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)

Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG)

Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA)

Näheres zur Gefährdungsbeurteilung bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

DGUV Vorschrift 2

Arbeitsschutz beim Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW 

Ansprechpartner und Beratung zum Arbeitsschutz in Nordrhein-Westfalen

Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW)

KomNet - Online-Beratung und Expertenwissen

Arbeitssicherheit.de

GDA-ORGAcheck - Der GDA-ORGAcheck ermöglicht es kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre Arbeitsschutzorganisation zu überprüfen und zu verbessern.

Stefanie Buss Innovation und Umwelt 0221 1640-1505 0221 1640-1519 stefanie.buss@koeln.ihk.de

Stefanie Buss

Innovation und Umwelt

0221 1640-1505

0221 1640-1519

stefanie.buss@koeln.ihk.de

Wie bewerten Sie diese Seite?

Absenden

Vielen Dank für Ihr Feedback!