Änderungen für Unternehmen im Jahr 2018

Von Kaufrecht bis Mindestlohn: Eine Reihe gesetzlicher Neuerungen sind für Unternehmen wichtig

Im neuen Jahr tritt eine Reihe von Änderungen in Kraft, die für Unternehmen von Bedeutung sind. Teils gelten diese Regelungen schon ab dem 1. Januar. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen.

Kaufrecht
Das Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zu Änderungen der kaufrechtlichen Mängelhaftung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Es sieht unter anderem vor, dass der Verkäufer einer mangelhaften Sache, etwa Fenster, dem Käufer auch die Kosten für Ein- und Ausbau erstatten muss. Diese Kosten kann der Verkäufer aber unter Umständen auch von seinem Lieferanten zurückverlangen. Weitere Infos

Datenschutzgrundverordnung
Am 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft, die vor allem den Schutz personenbezogener Daten verbessern soll. Auch diese Regelung hat weit reichende Folgen für Unternehmen. Alle wichtigen Informationen dazu hat das Bundeswirtschaftsministerium zusammengestellt.

Entgelttransparenzgesetz
Das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen ist schon zum 6. Juli 2017 in Kraft getreten. Es soll vor allem Frauen dabei unterstützen, ihren Anspruch auf gleiches Entgelt bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit künftig besser durchzusetzen. Dafür sieht es folgende Bausteine vor: Einen individuellen Auskunftsanspruch für Beschäftige, die Aufforderung von Arbeitgebern zur Durchführung betrieblicher Prüfverfahren sowie eine Berichtspflicht zu Gleichstellung und Entgeltgleichheit. Ab 2018 müssen Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten diesen Pflichten nachkommen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine Übersicht über die Regelungen zusammengestellt.

Mindestlohn
Ab 1. Januar sind keine Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn mehr möglich. Der aktuelle Stundensatz von 8,84 Euro gilt damit für alle Branchen.

Abschreibung
Bei der steuerlichen Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter gibt es eine wichtige Änderung: Von Januar 2018 an können Firmen neu erworbene Wirtschaftsgüter im selben Jahr abschreiben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 Euro nicht überschreiben. Bislang betrug die Grenze 410 Euro. Das verringert den bürokratischen Aufwand, weil für weniger Güter als bisher die Nutzungsdauer ermittelt werden muss. Die Neuregelung ist Teil des Gesetzes gegen schädliche Steuerpraktiken.

Foto: Pixabay

Werner Grosch Hauptgeschäftsführung 0221 1640-1650 0221 1640-1690 werner.grosch@koeln.ihk.de

Werner Grosch

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