Drogist/-in

Ausbildungsprofil

Drogist(inn)en

Kompetente Ansprechpartner rund um Körperpflege und Gesundheit

Wenn dienstags und freitags die Paletten mit den bestellten Waren am Hintereingang des Drogeriemarktes angeliefert werden, muss Paula erst einmal helfen, die Kisten sicher im Lager zu verstauen. Anschließend steht das Einräumen von Kosmetikartikeln, Körperpflegeprodukten, Wasch- und Putzmitteln, Babynahrung, Hygieneartikeln, Lebensmitteln oder Heil- und Hilfsmitteln in die Regale auf dem Stundenplan. Dabei wird Paula immer wieder von Kunden angesprochen, denen sie freundlich und kompetent weiterhilft. Eine Mutter mit einem wenige Wochen alten Baby möchte wissen, welche Ersatzmilch sie ihrem Säugling geben kann, ein junger Mann braucht einen Fleckentferner für den Rotwein, den er sich gestern Abend über die Hose gegossen hat. Eine Frau mittleren Alters benötigt eine neue Gesichtspflege und einen Gang weiter kommt ein älterer Herr nicht mit den Fototaschen zurecht.

Überall ist Paula im Einsatz, hilft hier und berät dort – und zwischendurch warten die Waren darauf, endlich ihren Platz im Regal einnehmen zu können. Die neuen Poster müssen noch aufgehängt werden und es gibt eine aktuelle Werbeaktion mit Produktprobe für ein Bio-Produkt, das jetzt im Drogeriemarkt verkauft werden soll. Langeweile? Fehlanzeige! Es ist immer etwas los, immer etwas zu tun, mal im Lager, mal im Verkaufsraum, mal im Büro, wo Abrechnungen warten oder der Warenbestand im Computer erfasst werden muss.

Verkauf und Beratung sind die Haupttätigkeiten von Drogistinnen und Drogisten. Daher ist es besonders wichtig, dass man freundlich und hilfsbereit auf Menschen zugehen kann und gute Kenntnisse über die einzelnen Produkte erwirbt. Zusammensetzung, chemische Bestandteile, Einsatzmöglichkeiten und Alternativen – das sind Dinge, die Kunden interessieren. Bei einem immer umfangreicheren Sortiment müssen Drogistinnen und Drogisten stets bereit sein, sich mit den einzelnen Produkten auseinanderzusetzen, sich zu informieren und dazuzulernen. Denn die Kunden werden zunehmend anspruchsvoller, viele möchten zum Beispiel keine Konservierungsstoffe in ihrer täglichen Gesichtspflege, interessieren sich für biologische Lebensmittel oder wollen wissen, wie sie Pflanzenschutzmittel umweltfreundlich entsorgen können. Auch wollen immer mehr Männer kosmetische Produkte, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Der Drogist oder die Drogistin muss Trends erkennen und wissen, was auf dem Markt los ist. Auch Testergebnisse für einzelne Produkte sollte er oder sie kennen, um im Kundengespräch darauf eingehen zu können.

Drogistinnen und Drogisten arbeiten in Drogerien oder Drogeriemärkten, in der Drogerieabteilung von Kaufhäusern oder Supermärkten und in anderen Fachgeschäften mit Drogeriesortiment. Auch im Großhandel für Körperpflege- und Kosmetikprodukte oder im pharmazeutischen Großhandel finden Drogistinnen und Drogisten Arbeit. Nach der Ausbildung und ein paar Jahren Berufserfahrung bieten sich Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel zum Handelsfachwirt oder zum Pharmareferenten an. Noch während der Ausbildung kann man sich auf die Bereiche „Foto“ oder  „Chemisch-technische Waren und Pflanzenschutz“ spezialisieren.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Berufsschule:

Barbara-von-Sell-Berufskolleg
Sekundarstufe II
Niehler Kirchweg 118
50733 Köln
Tel: 0221 8201100
Fax: 0221 82011061
E-Mail: info@bvs-bk.de
Internet: www.bvs-bk.de


Foto: IHK Köln

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