Achtung Hochwasser! Risiken erkennen - richtig handeln

Unternehmer informieren sich über Vorsorgestrategien und Absicherung.

Im Rahmen der Veranstaltung „Achtung Hochwasser! Risiken erkennen – richtig handeln“ am 11. Juli 2018 informierten sich rund 30 Teilnehmer in der IHK Köln über Möglichkeiten der Vorbereitung und Absicherung. Den Einladungsflyer mit Programm finden Sie hier.

Vorbereitung ist alles. Henning Werker, Leiter der Hochwasserschutzzentrale, stellte die Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadtentwässerungsbetriebe Köln vor. Mobile Schutzwände auf rund 10 Kilometern, fünfzehn große Pumpwerke, Deichverstärkungen und Objektschutzmaßnahmen sichern das Kölner Stadtgebiet gegen Hochwasserschäden. Schon ab einem Pegel von 4,50 Meter werden regelmäßig Maßnahmen in die Wege geleitet. Mindestens genauso wichtig wie staatliche Vorkehrungen ist aber die individuelle Vorsorge im eigenen Betrieb. Auf der Homepage der StEB werden Gefahrenkarten breitgestellt, mithilfe derer Unternehmen die Gefährdung durch Hochwasser, Grundwasser und Starkregen für ihr Betriebsgrundstück oder ihre Immobilie nachsehen können. Außerdem können dort konkrete Tipps zu Bauvorsorge und Versicherung nachgelesen werden. Vortragsunterlagen Henning Werker

Besondere gesetzliche Vorgaben in Überschwemmungsgebieten. Dr. Inga Schwertner, Lenz und Johlen Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, informierte über die Rechtslage in sog. Überschwemmungsgebieten. Das sind festgesetzte Gebiete, die bei Hochwasser eines bestimmten Ausmaßes überflutet werden. Neben einer besonders hohen Überschwemmungswahrscheinlichkeit existieren gesetzliche Bestimmungen, die bauliche Entwicklungen sowie Nutzungs- und Bewirtschaftungsmöglichkeiten erheblich einschränken. Ob ein Unternehmen im Überschwemmungsgebiet liegt, kann in den Festsetzungskarten der Bezirksregierung Köln nachgesehen werden. Vortragsunterlagen Dr. Inga Schwertner

Ein neues Stadtquartier: Umgang mit Hochwasserrisiken im Deutzer Hafen. Bernd Dallmeyer, moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, berichtete vom Beschluss des Rates der Stadt Köln im Juni 2015, das rund 37 Hektar große Gewerbe- und Industrieareal in ein innerstädtisches Quartier für Wohnen und Arbeiten umzuwandeln. Da das Areal in einem festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegt, muss dem Hochwasserschutz in besonderer Weise Rechnung getragen werden. Die Erhöhung des Retentionsvolumens, ein hochwassergesichertes Erschließungsniveau sowie bauliche Vorkehrungen tragen dazu bei. Vortragsunterlagen Bernd Dallmeyer

Versicherung und Überschwemmung. Bettina Falkenhagen, VdS Schadenverhütung GmbH, stellte insbesondere Systeme vor, die dabei helfen, Standorte auf ihre Hochwassergefährdung zu bewerten. Die Versicherungswirtschaft verwendet das interne Tool ZÜRS Geo (Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen), um das Naturrisiko „Hochwasser“ zu kalkulieren. Dritte können kostenpflichtig über ZÜRS Solutions relevante Informationen erwerben. Der Öffentlichkeit steht der Kompass Naturgefahren kostenlos zur Verfügung, welcher eine gute Ersteinschätzung der Gefährdung ermöglicht. Zurzeit findet der Kompass Naturgefahren allerdings nur für Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Anwendung. Gemeinsam mit dem HochwasserKompetenzCentrum in Köln wurde der sog. Hochwasserpass entwickelt, der die private oder unternehmerische Vorsorge unterstützt. Mit dem Dokument kann die Gefahr erkannt, beurteilt und bewältigt werden. Vortragsunterlagen Bettina Falkenhagen

Ester Maniecki Standortpolitik/RWWA 0221 1640-4110 0221 1640-4190 ester.maniecki@koeln.ihk.de
Claudia Schwokowski Standortpolitik/RWWA 0221 1640-4100 0221 1640-4190 claudia.schwokowski@koeln.ihk.de

Ester Maniecki

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