Reform der Erbschaftsteuer

Das Gesetzgebungsverfahren zur Neuregelung der Erbschaftsteuer ist endlich abgeschlossen. Der Bundesrat hat am 14. Oktober 2016 dem Gesetzentwurf zugestimmt. Damit treten die Neuregelungen rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft.

Zwar hatte der Deutsche Bundestag bereits am 24. Juni 2016 dem Erbschaftsteuerreformgesetz zugestimmt, doch war nach der Ablehnung durch das Ländergremium ein Vermittlungsausschuss einberufen worden. Dieser gelangte am 22. September zu einem Kompromiss (siehe Downloads unten). Die wichtigsten Punkte des Kompromisses:

  • Einführung eines einheitlichen Kapitalisierungsfaktors von 13,75 (bislang 18) rückwirkend ab dem 01.01.2016,
  • Vorab-Abschlag in Höhe von bis zum 30 % bei der Bewertung von Familienunternehmen mit Verfügungsbeschränkungen,
  • Gewinnentnahmebeschränkung auf höchstens 37,5 % des Nachsteuer-Gewinns,
  • Zinslose Stundung von sieben Jahren, das erste Jahr zinslos, ab dem zweiten Jahr 6 % (gemäß Abgabenordnung)

Der DIHK zeigte sich erleichtert, dass endlich eine Einigung gefunden wurde. Da die Übergabe auf die nächste Generation nun für viele Unternehmen teurer wird, bleibe eine steuerliche Entlastung aber auf der Tagesordnung, betonte DIHK-Präsident Eric Schweitzer in seinem Statement vom 22. September.

Das Erbschaftsteuergesetz ist am 4. November 2016 verabschiedet worden. Die Regelungen gelten ab dem 1. Juli 2016.


Ellen Lindner Recht und Steuern 0221 1640-3030 0221 1640-3690 ellen.lindner@koeln.ihk.de
Dr. Timmy Wengerofsky Recht und Steuern 0221 1640-3070 0221 1640-3690 timmy.wengerofsky@koeln.ihk.de

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