Sie sind die Besten: Die 126 "Fachwirte", "Fachkaufleute", "Betriebswirte", "IT-Engineers" oder "Meister", die die IHK Köln heute (30. April) erstmals im Rahmen einer Feierstunde auszeichnete. Sie stehen an der Spitze der insgesamt 5.000 Teilnehmer an Fortbildungsprüfungen bei der IHK Köln im vergangenen Jahr. Anderthalb bis zwei Jahre lang haben sich die Absolventen - in Abendkursen nach der Arbeit und an Wochenenden - auf die Prüfungen vorbereitet und diese mit großem Erfolg bestanden. "Wer Erfolg haben will, muss hierfür etwas investieren und dies haben Sie durch Ihre besonderen Leistungen in einer IHK-Aufstiegsfortbildung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hierfür gilt Ihnen allen unser Respekt und unsere Gratulation", lobte IHK-Vizepräsident Theodor Josef Greif vor rund 250 Gästen das Engagement der Prüfungsbesten.
Wer "Karriere mit Lehre" machen will, ist bei der IHK Köln in guten Händen. Sie nimmt Prüfungen in 70 Fortbildungsqualifikationen ab. Mit rund 5.000 Prüfungen im Jahr steht sie damit in NRW ganz vorne und zählt auch bundesweit zu den stärksten Prüfungsorten. Fortbildungsprüfungen sind öffentlich-rechtliche Abschlüsse, mit denen Berufstätige nach einer dualen Berufsausbildung und auch Seiteneinsteiger ihr eigenes Wissen vertiefen, verbreitern und sich innerhalb ihres Betriebes für neue Aufgaben empfehlen können. Etwa jeder fünfte Absolvent einer dualen Berufsausbildung entscheidet sich heute im Laufe seines Berufslebens für eine Fortbildungsprüfung vor der IHK.
Die IHK Köln prüft nicht nur in bundeseinheitlichen Qualifikationen wie Bilanzbuchhalter, Versicherungsfachwirt, Technischer Betriebswirt, Personalfachkaufmann oder Bankfachwirt, den fünf am häufigsten angestrebten Abschlüssen. Zusätzlich zertifiziert die IHK Köln Absolventen in weiteren 30 - speziell auf den Bedarf der Wirtschaft in der Region abgestimmten - Qualifikationen, die eigens von Expertengremien entwickelt wurden. Das gilt zum Beispiel für die in der Region starke Medienbranche: "Bei den Medien sind viele Freelancer unterwegs, die vielleicht als Praktikant angefangen haben, aber ihr Potenzial nicht schwarz auf weiß belegen können", beschreibt Gregor Berghausen, Geschäftsführer der IHK Köln für Aus- und Weiterbildung, die besondere Situation dieser Branche. "Dank der guten 'Verdrahtung' zur Wirtschaft können wir jedoch die Anforderungen der Unternehmen an ihre Mitarbeiter formulieren und in öffentlich-rechtliche Abschlüsse umsetzen." So entstanden in Köln zum Beispiel die IHK-Fortbildungsqualifikationen Aufnahmeleiter, Producer, Regieassistent oder Kameraoperator.
"Fortbildung fördert nicht nur die persönlichen Karrierechancen der Beschäftigten, sondern vergrößert auch das Innovations-Potenzial für die Unternehmen der Region", so IHK-Geschäftsführer Berghausen zu den Chancen der beruflichen Weiterqualifizierung. Das bestätigt auch der Unternehmer und IHK-Vizepräsident Theodor Josef Greif: "Das Wissen der Mitarbeiter unserer Unternehmen ist der einzige Rohstoff, den wir selbst schaffen und aufbauen können. Bildung ist der entscheidende Faktor für den Erfolg unserer Wirtschaft im In- und Ausland und somit auch der Garant für den Wohlstand unserer Gesellschaft."
Ohne den Einsatz der etwa 100 Prüfungsausschüsse im Fortbildungsbereich der IHK Köln und ihrer 1.500 Mitglieder wäre dies nicht möglich. Der IHK-Vizepräsident dankte deshalb auch den Vertretern von Unternehmen, Gewerkschaften und Bildungsträgern, die sich in diesen Gremien "teilweise seit Jahrzehnten ehrenamtlich für die berufliche Fortbildung engagieren und der Wirtschaft Ihr Expertenwissen zur Verfügung stellen."