EU bemängelt zunehmende Handelsbeschränkungen in den G-20-Ländern

Die Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission hat am 06.06.2012 einen Bericht zur Beurteilung der Handelbeschränkungen des letzten Jahres im Welthandel veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass in den letzten acht Monaten 123 neue Handelsbeschränkungen eingeführt wurden, das entspricht einem Anstieg von knapp über 25 Prozent.

Damit haben die G-20 ihren Beschluss von der Konferenz in Washington 2008, nämlich auf Protektionismus zu verzichten und bestehende Maßnahmen umgehend aufzuheben, nicht umgesetzt. Diese Entwicklung ist dem Bericht zufolge als sehr kritisch zu betrachten. Laut der Kommission beschädigt der Protektionismus das Vertrauen von Welthandelspartnern, ausländischen Investoren und Wirtschaftakteuren, welche ein berechenbares Geschäftsumfeld benötigen.

Weitere Details des Berichtes zeigen außerdem auf, dass seit 2008 nur 17 Prozent der protektionistischen Regelungen zurückgenommen oder ausgelaufen sind. Auch finden die meisten Beschränkungen in Schwellenländern statt. Am häufigsten ergreift Russland Maßnahmen zur Beschränkung des Handels und sollte laut dem Bericht deshalb besonders beobachtet werden. Als Konsequenz des Berichtes fordert die EU die G-20-Länder auf, sich stärker an die Beschlüsse aus 2008 zu halten.

EU schlägt Alarm über massiv zunehmenden Protektionismus innerhalb der G20



[Stand 6/25/2012]
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