Bild zum Artikel: Finanzierungshilfen bei der Erschließung von Auslandsmärkten

Finanzierungshilfen bei der Erschließung von Auslandsmärkten

Die Außenwirtschaftsförderung Nordrhein-Westfalens, des Bundes und der Europäischen Kommission reicht von der finanziellen Unterstützung von Beratungsdienstleistungen, der Beteiligung an Auslandsmessen und internationalen Firmenkooperationen bis hin zu Bürgschaften und zinsgünstigen Investitionskrediten.

Inhaltsverzeichnis

Außenwirtschafts-Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen
Außenwirtschafts-Förderprogramm der Bundesrepublik Deutschland
Außenwirtschafts-Förderprogramm der Europäischen Kommission

Außenwirtschafts-Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen
Zurück

1. Kleingruppenförderprogramm für Auslandsmessen
Kleinen und mittleren Unternehmen, die sich in Gruppen (mindestens drei Unternehmen) selbstständig organisieren, bietet das Land die Kleingruppenförderung. Im Firmenverbund präsentieren sie sich auf einer Auslandsmesse eigener Wahl.
Fördervoraussetzungen:

bei Messebeteiligungen in EU- und EFTA-Ländern:
- weniger als 250 Beschäftigte
- Jahresumsatz im Vorjahr höchstens zehn Millionen Euro

bei Messebeteiligungen in allen übrigen Ländern:
- weniger als 250 Beschäftigte
- Jahresumsatz im Vorjahr höchstens 50 Millionen Euro oder
- eine Bilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro.

Außerdem gilt generell: Das zu fördernde Unternehmen muss unabhängig sein. Als unabhängig gelten Unternehmen, deren Kapital oder Stimmenanteile sich nicht zu 25 Prozent oder mehr im Besitz eines oder mehrerer Unternehmen gemeinsam befinden und welche die Definition der kleinen und mittleren Unternehmen nicht erfüllen (siehe oben).

Das Leistungspaket der Förderung beinhaltet die Organisation, den Standbau, den Standservice sowie den Transport durch Dritte für nicht verkaufte Exponate. Die Förderung umfasst 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 5.000 Euro pro Unternehmen. Der Förderantrag kann bei NRW.International online
gestellt werden.

2. Firmengemeinschaftsstände auf Auslandsmessen
Das Land NRW ist mit seinen Firmengemeinschaftsständen auf jährlich rund 15 ausgewählten, weltweiten Messen der verschiedensten Branchen vertreten. Nordrhein-westfälische Unternehmen können sich in diesem Rahmen - unbelastet von nahezu allen administrativen und technischen Fragen - kostengünstig präsentieren.


Das Leistungspaket der Förderung beinhaltet das Organisationsmanagement wie Rahmengestaltung, Sammeltransport, Standtechnik, den Standservice mit Besprechungsräumen, Bewirtung, Büro-Telekommunikation, Dolmetscher und die Werbung durch Katalogeintrag und Pressearbeit. Die Messestände für die Firmen werden durch NRW.International organisiert. Weitere Informationen über das Auslandsmesseprogramm ist zu finden auf der Internetseite von NRW.International

Außenwirtschafts-Förderprogramme der Bundesrepublik Deutschland
Zurück
Die Außenwirtschaftsförderung des Bundes umfasst vielfältige Maßnahmen.
In Bezug auf Investitionen im Ausland sind Fördermöglichkeiten unter anderem durch KfW- und BMZ-Programme, durch Kapitalanlagegarantien (PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), Beteiligungen (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft DEG) möglich. Ein besonderer Akzent liegt auf der Förderung kleinerer Unternehmen.
Die Außenwirtschaftsförderung des Bundes
bietet Förderung bei Messebeteiligungen, Exportseminaren im Ausland, Exportberatungen, Exportförderung in Form von Finanzierungshilfen (Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW / Europäisches Wiederaufbauprogramm ERP), Risikoübernahmen (Hermesdeckung), und so weiter. Aktuelle Informationen
erhalten Sie auf der Internetseite "AuslandsGeschäftsAbsicherung"

Weitere Einzelheiten sind bei den folgenden Institutionen zu erfragen:

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt/Main
Tel. 069 74 31-0
Fax 069 74 31 29 44
Informationszentrum der KfW:
Service-Nr. 01801 - 33 55 77 (zum Ortstarif) Fax 069 - 74 31 64 35 5
E-Mail:
iz@kfw.de
Internet: http://www.kfw.de/DE_Home/index.jsp

Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA)
Littenstraße 9
10179 Berlin
Tel. 030 24000-0
Fax 030 24000-241
E-Mail:
info@auma.de
Internet:
http://www.auma-messen.de

Euler Hermes Kreditversicherungs-AG
Friedensallee 254
22763 Hamburg
Tel. 040 8834-0
Fax 040 8834-7744
E-Mail:
info@hermes-kredit.com
Internet:
http://www.eulerhermes.com/ger

DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Kämmergasse 22
50676 Köln
Tel. 0221 4986-1432
Fax 0221 4986-1290
E-Mail:deutschermarkt@deginvest.de
Internet:
http://www.deginvest.de

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
New-York-Ring 13
22297 Hamburg
Tel. 040 8834-9451
Fax 040 8834-9499
E-Mail: investitionsgarantien@de.pwc.com

Außenwirtschafts-Förderprogramme der Europäischen Kommission
Zurück
Die Europäische Kommission bietet eine Vielzahl von Förderprogrammen an, die Unternehmen dabei unterstützen, in ausländischen Zielmärkten Fuß zu fassen. Die Palette reicht von der joint-venture-Förderung zwischen Unternehmen aus dem EU-Raum und mit Firmen aus Drittländern bis hin zur Teilnahme an branchenbezogenen Firmenkooperationstreffen weltweit.

EU-Förderprogramme
Ziel des Lateinamerika-Programms AL-Invest ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen europäischen und lateinamerikanischen Unternehmen und die Förderung des Technologietransfers. Gefördert werden vor allem Begegnungen von Unternehmen aus Lateinamerika und Europa und die Partnersuche im technologischen Bereich.
Al-Invest

Das Asien-Programm ASIA-Invest fördert Kooperationen von Unternehmen der EU mit asiatischen Unternehmen sowie Aktivitäten zur Gründung und Entwicklung von Direktinvestitionen des europäischen Mittelstandes in den asiatischen Ländern mit Zuschüssen und Darlehen unterschiedlicher Höhe.
ASIA-Invest

Das Executive Training Programm ETP-Japan ist eine 18-monatige Ausbildung junger Führungskräfte aus der EU in japanischen Unternehmen mit dem Ziel, die komplexe Unternehmenskultur zu verstehen und Japanischkenntnisse zu erwerben.
ETP-Japan

Das EU-Programm Gateway to Japan soll die Eroberung des japanischen Marktes mit neuen und innovativen EU-Produkten aus zehn Branchen mit hohem Absatzpotential unterstützen. Der Marktzugang wird unter anderem durch Maßnahmen wie Geschäftsreisen und Messeteilnahmen, Seminare und sektorspezifische Marktstudien gefördert.
Gateway to Japan

Das Human Resource Trainee Program HRTP-Japan ist ein Schulungsprogramm für Angehörige des Mittel- und Topmanagements über 35 Jahren mit maßgeblichen Geschäftsbeziehungen zu Japan und mindestens fünf- bis zehnjähriger Berufserfahrung in Industrieunternehmen. Themen sind unter anderem Hintergründe von Handel und technologischer Entwicklung in Japan, industrielle Zusammenarbeit und Informationsbeschaffung.
HRTP-Japan

Die Mediterranean Ecological Development Association (MEDA) fördert die Partnerschaft zwischen der EU und den Mittelmeeranrainerstaaten. MEDA II unterstützt dort die wirtschaftliche Entwicklung, die Festigung des wirtschaftlichen und sozialen Gleichgewichts und die Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft. Hierzu gehört auch die Kooperationsförderung im Industrie- und Dienstleistungssektor.
MEDA

Phare war bis Ende 2006 das führende Programm für die finanzielle und technische Zusammenarbeit der EU mit den 13 Erweiterungsländern in Mittel- und Osteuropa. Das Programm förderte vorrangig die Empfängerländer in Mittel- und Osteuropa. Zum 1. Januar 2007 hat die Kommission eine grundsätzliche Neuordnung der EU-Außenhilfen vollzogen. Die Vorbeitrittshilfen PHARE, ISPA und SAPARD wurden damit in das Instrument für Heranführungshilfe IPA übertragen. Dieses Programm unterstützt anerkannte und potenzielle Beitrittskandidaten und ersetzt neben den bisherigen Vorbeitrittshilfen auch das CARDS-Programm und die Heranführungshilfe für die Türkei.
IPA

Tacis war eine Initiative der EU für die Neuen Unabhängigen Staaten und die Mongolei zur Förderung harmonischer und wohlstandsbringender wirtschaftlicher und politischer Beziehungen zwischen der EU und den Partnerländern. Zum 1. Januar 2007 hat die Kommission eine grundsätzliche Neuordnung der EU-Außenhilfen vollzogen. Die Hilfe für die Staaten in Osteuropa und Zentralasien wurden damit in das Europäische Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument ENPI (Osteuropa) bzw. das Instrument für Entwicklungszusammenarbeit (Zentralasien) übertragen.
ENPI

Eine Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit bietet umfassenden Überblick über die Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes und der Länder. Zu jedem Programm können über eine Suchfunktion Kurztext, die vollständige Richtlinie und weiterführende Ansprechpartner abgerufen werden.
Förderdatenbank Bundesministerium
Zurück


Aktualisiert am 10. September 2012

Foto: MasterLu/Fotolia.com

Ansprechpartner

Christoph Hanke
International und Unternehmensförderung
Tel. 0221 1640-552
Fax -559
christoph.hanke@koeln.ihk.de
Artikel drucken Seite empfehlen

Dok-Nr: 000915

Eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Fördermaßnahmen

  • Exportfinanzierung
  • Exportabsicherung
  • Auslandsmesseförderung
  • Investitionsfinanzierung/-förderung
  • Investitionsabsicherung
  • Weitere Fördermaßnahmen

steht Ihnen als Download zur Verfügung. 

ihk köln. Wir unternehmen.
IHK Organisationen:  IHK-Initiative Rheinland  IHK-Vereinigung NRW  AHK  DIHK